Das Great Zimbabwe Monument in Simbabwe

Erkunden Sie mit Afrikascout und Daktari Safaris die geheimnisvollen „Häuser aus Stein“ in Simbabwe. Dieser mystische und geheimnisvolle Ort ist Sagen umwoben und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Die Entstehung des Great Zimbabwe Monument:

Das Wort “Zimbabwe” entstammt der Shona-Sprache und wird von “dzimba dza mabwe” hergeleitet, dies bedeutet “Häuser aus Stein”. Die ehemaligen Kolonialherren Rhodesiens spekulierten lange über den Ursprung dieser eindrucksvollen Bauten. Sie bemühten sich beispielsweise nachzuweisen, dass es sich um die Paläste der Königin von Saba handelte. Tatsächlich hält man heute nach umfangreichen Nachforschungen und Ausgrabungen die Karanga, einen Stamm der Shona für die Baumeister. Der Baubeginn wird auf das 12. Jahrhundert datiert.

Weit ältere Felsmalereien in der Umgebung des Great Zimbabwe Monument zeugen davon, dass die nomadisierenden San oder Buschleute ursprünglich dieses Gebiet durchstreiften. Ebenfalls aus einer Zeit lange vor dem Bau der “Steinhäuser” liegen den Forschern Beweise für die Verarbeitung von Eisen in der Region vor.

Zwischen dem 12. und dem frühen 15. Jahrhundert wuchs Great Zimbabwe zu einer riesigen Stadt mit 12 bis 20 000 Einwohnern heran. Man fand bei Ausgrabungen Gold, Elfenbein, Perlen, Gegenstände aus Porzellan. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Herrscher Great Zimbabwes sehr wohlhabend waren, -nicht zuletzt weil sie Tribut von den umliegenden Stämmen einnahmen-, und dass sie intensive Handelsbeziehungen zu anderen Nationen pflegten.

Innerhalb dieses Zeitraums entstanden auch in drei erkennbar unterschiedlichen Bauperioden die Bauwerke Great Zimbabwes auf dem ca. 100 m hohen Hügel und der darunterliegenden Ebene. Allen Bauwerken gemeinsam ist, dass sie aus flachen, Granitsteinen errichtet wurden. Außerdem entstanden sie ohne die Verwendung von Gerüsten und ohne Mörtelverbindungen zwischen den Steinen. Die Mauern sind bis zu 6 Metern dick und bis zu 11 Metern hoch. Während der ersten Bauphase hat man die Steine ohne Rücksicht auf Größe und Form aufeinander geschichtet. In der zweiten Phase hat man die Steine nach Größe geordnet, daher entstanden gleichmäßige Schichten, deren Außenseiten nach Fertigstellung noch geglättet wurden. In dieser Phase wurden auch Verzierungen in die Mauern eingebaut und es entstanden die berühmten Steinskulpturen, die man in der Great Enclosure fand. Während der letzten Phase, die bereits in die Periode des Niedergangs von Great Zimbabwe fällt, wurden Steine wahllos aufeinander gestapelt und nicht einmal mehr geschichtet.

Die Bauwerke von Great Zimbabwe:

Die Bauwerke Great Zimbabwes bestehen in der Hauptsache aus zwei großen Komplexen, dem Bergkomplex und der “Great Enclosure”, also der ellipsenförmigen “Großen Einfriedung”. Die Steinmauern dienten nicht direkt als Wohnungen für die Menschen. Die eigentlichen Behausungen bestanden aus Lehmhäusern, die von den Steinmauern umschlossen waren.

Great Zimbabwes Bergkomplex liegt auf einem ca. 100m hohen Hügel und war den Wohnungen der Herrscher sowie den Gräbern der Ahnen vorbehalten. Der Bereich der Ahnengräber hat gleichzeitig als Kultstätte gedient. Besonders auffällig sind die riesigen, in die Mauern eingebauten Granitfelsen und der sehr schöne Blick auf die Bauwerke in der Ebene. Zwei Wege führen zu diesem Komplex hinauf, der “antike” und der “moderne” Pfad. Beide sollte man sich ansehen. Zu empfehlen ist es, den alten Pfad hinauf zu steigen, er ist steil und führt durch eine sehr enge Felsspalte. Man kann sich leicht in die Arbeiter hineinversetzen, die hier womöglich mit Lasten hinaufsteigen mussten. Der moderne Pfad ist länger und windet sich ein wenig um den Berg herum, daher kann man von hier aus besser beim Abstieg die Landschaft genießen.

Great Zimbabwe Bauwerk - Afrikascout

Simbabwe Great Zimbabwe - Afrikascout

Das elliptische Bauwerk, der zweite große Bereich Great Zimbabwes auf der Ebene gibt den Forschern noch immer so manches Rätsel auf. Man nimmt an, dass die Frauen der Herrscher hier wohnten. Die ellipsenförmige Mauer hat einen Umfang von ca. 250 m und umschließt eine Grundfläche von ca. 90 m Durchmesser. Trotz ihrer Größe lohnt es sich, einmal ganz um die Mauer herumzulaufen, da sich die schönsten und am besten erhaltenen Verzierungen auf der Außenseite befinden. Das auffälligste Bauwerk in diesem Komplex ist der konische Turm, der eines der Wahrzeichen des Landes ist. Der Zweck des Turms ist nicht genau bekannt, er kann nicht zu Wehrzwecken oder als Speicher Verwendung gefunden haben, denn er ist solide gemauert, hat keinen Hohlraum. Man vermutet daher eine symbolische Bedeutung des Turms. Im Bereich des Elliptischen Bauwerks wurden auch die berühmten Steinskulpturen gefunden, zu denen auch der Zimbabwe-Vogel zählt, der die Landesfahne ziert.

Ihr Besuch in Great Zimbabwe:

Hier ein paar Hinweise um Ihren Besuch des Great Zimbabwe Monument möglichst angenehm und reibungslos zu gestalten:

Das Eintrittsgeld beträgt z.Zt. US$ 15,00 pro Person, plus US$ 3 für einen Guide, der Rundgang mit vielen faszinierenden Informationen dauert ca. 2,5 bis 3 Stunden.

Auf dem Parkplatz treiben sich Affen herum, man sollte daher besonders auf Wertgegenstände achten und das Auto inkl. Fenster fest verschließen.

Wenn man hitzeempfindlich ist, empfiehlt sich folgender Besuchsablauf: Früh morgens zum Bergkomplex hinaufsteigen, dann das elliptische Bauwerk besichtigen -hier gibt es zwischen den hohen Mauern und unter den Bäumen Schatten, zuletzt das klimatisierte Museum ansehen.

Viele Grüße

Ihr Afrikascout
Annette Hoffmann