Der Chimanimani Nationalpark in Zimbabwe – Schroffe, unberührte Schönheit

Zimbabwes Chimanimani Nationalpark liegt im äußersten Osten des Landes und grenzt an Mozambique. Mit Ihren Zimbabwe-Experten von Afrikascout und Daktari Safaris können auch Sie diese fantastische Landschaft entdecken. Der Park liegt im südlichsten Zipfel der Eastern Highlands und besteht aus Quarzit und Sandstein, daher ist diese Gegend stärker erodiert und zerklüftet, als die nördlicheren Bereiche.

Wandern im Chimanimani Nationalpark

Wanderer mit einem gewissen Grad an Fitness, die unberührte Berglandschaft mit nur wenigen, durch „Steinmännchen“ oder „Cairns“ gekennzeichneten Pfaden lieben, kommen im Chimanimani Nationalpark auf ihre Kosten. Eine einzige nicht geteerte Zufahrtsstraße in sehr mäßigem Zustand bringt Sie bis zum Basislager. Anzuraten ist mindestens ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit, bei nasser Witterung auf alle Fälle ein Allradfahrzeug.

Am Basislager befindet sich das Parks-Büro, wo man Eintritt zahlt und sich zur eigenen Sicherheit ab- und anmeldet. Hier befindet sich auch der einzige formelle Zeltplatz des Chimanimani Nationalpark mit Gemeinschaftsduschen und WCs. Im gesamten Park ist aber das freie Zelten erlaubt. Wer lieber in festen Unterkünften schläft, übernachtet gut und günstig im nahegelegenen Ort Chimanimani. Wer in den Bergen wandern möchte tut gut daran, einen Guide zu engagieren, dies lässt sich sehr einfach von der Unterkunft aus arrangieren und ist auf alle Fälle sicherer, als allein loszugehen. Jemand, der die Wege gut kennt erspart Ihnen das Suchen nach dem Weg und damit auch Zeit, ganz davon abgesehen, dass lokales Wissen immer wertvoll ist.

Vom Base Camp des Chimanimani Nationalpark aus geht es nur zu Fuß weiter. Der Aufstiegspfad, der hier beginnt, heißt „Bailey’s Folly“, er ist der steilste und anstrengendste Weg, doch die etwa 3 Stunden, die man für die knapp 500 Höhenmeter Aufstieg benötigt, lohnen sich auf alle Fälle. Man wandert zunächst durch einen Wald aus Msasa Bäumen, die im August-September frisches Laub tragen, das zunächst tiefrot gefärbt ist. Weiter oben sieht man immer öfter Proteen. Auf den ganzen Weg nach oben gibt es immer wieder bizarre Erosionsformen im Gestein und zunehmend schönere Aussichten ins Tiefland zu bewundern. Auf der Höhe geht es dann weniger anstrengend zu, und man hat Gelegenheit den Anblick der klaren Bergbäche und ihrer Wasserfälle zu genießen. Das Wasser ist sauber und zum Trinken geeignet.

Vegetation im Chimanimani Nationalpark

Nicht nur die Vegetation und die Berglandschaft sind im Chimanimani Nationalpark bemerkenswert. Es gibt viele Vogelarten, die sich hier besonders wohl fühlen, beispielsweise Felsenadler und die sehr seltenen und hochspezialisierten Taitafalken kommen hier vor. In den höheren Lagen wo die Proteen gedeihen, genießen verschiedene Arten von Nektarvogel die süßen Säfte der Blüten. Der Bronzenektarvogel ist hier sogar endemisch.

Auf ca. 1600 m Höhe gibt es eine sehr einfache Hütte zur Übernachtung, sollten Wanderer lieber mehrere Tage m Chimanimani Nationalpark unterwegs sein oder von schlechtem Wetter überrascht werden. Hier werden nur Matratzen zur Verfügung gestellt, Gaskocher sind vorhanden, aber man sollte sich nicht unbedingt darauf verlassen, dass Gas ebenfalls vorhanden ist. WCs sowie eine Kaltwasserdusche sind ebenfalls Teil der Schutzhütte.

Afrikascout - Sonnenaufgang Chimanimani

Wer nicht ganz so energetisch ist und lieber nicht bergwandern möchte, findet auch genügend zu tun und zu sehen in der Umgebung des Chimanimani Nationalpark. Zwei sehr schöne Wasserfälle kann man besuchen: Tessa’s Pool und die Bridal Veil Falls. Zu Tessa’s Pool gelangt man, wenn man über die Zufahrt zum Park hinaus Richtung „Outward Bound“ fährt. Allein schon die Anfahrt ist landschaftlich ein Genuss. Bei warmer Witterung kann man sich auch bei einem Bad im Pool unterhalb der Fälle erfrischen!

Die Bridal Veil Falls liegen auf der anderen Seite des Ortes Chimanimani und sind dennoch Teil der Nationalpark. Die etwa 50 m hohen Fälle sind umgeben von dichter Vegetation, es gibt hier ein paar Unterstände zum Zelten und auch ein paar Bänke für ein gemütliches Picknick laden zum Verweilen ein. Seit Mai 2014 gibt es einen Wanderweg, der auf die Höhe der Fälle führt. Die fantastischen Aussichten, die man beim Aufstieg genießen kann rechtfertigen die Anstrengung beim erklimmen des teilweise steilen und rutschigen Hanges.

Übernachtungsmöglichkeiten im Chimanimani Nationalpark

Die Unterkünfte im Ort Chimanimani sind bis auf das Chimanimani Hotel eher für Selbstversorger ausgelegt und es gibt im Ort nur sehr wenige Einkaufsmöglichkeiten. Das Hotel hat auch ein Restaurant. Hier erleben Sie Zimbabwe ganz authentisch!

Viele Grüße

Ihr Afrikascout
Annette Hoffmann