„Game of Thrones“-Mitarbeiterin Katherine Chappell stirbt nach Löwenangriff

Bei einem tragischen Unfall in Gauteng`s „Lion Park“ in Südafrika starb in der vergangenen Woche die 29-jährige Katherine Chappell aus den USA. Sie besuchte den Park während einer Urlaubsreise und buchte den Ranger – Führer des Fahrzeuges durch den Park – gleich mit. Sie hielten für einen Foto- und Filmstopp und Chappel öffnete ihr Seitenfenster, um besser filmen zu können. Ein Fehler, der sie letzten Endes das Leben kostete! Eine Löwin nutzte die Chance, packte sie und zog sie aus dem stehenden Fahrzeug. Der neben ihr sitzende Ranger war machtlos und konnte trotz eingreifen nicht mehr helfen. Er erlitt einen Herzinfarkt.

Diese Nachricht hat die Welt schockiert und ging über die gesamten Medien tagelang rundum.
Nach dem „Warum“ wurde gefragt und wie immer diskutiert und debattiert, was in solchen einem Fall nun zu tun sei. Ober der Löwe getötet werden müsse… ob der Park geschlossen werden müsse… Ob nicht dieses und ob nicht jenes.

Fakt ist leider, dass sich die junge Frau ihren Tod selbst zuzuschreiben hat, denn schon bei Eintritt in den Park warnen Schilder den Besucher „auf keinen Fall! die Fenster zu öffnen“.

Aus meiner persönlichen Sicht heraus bedauere ich den Vorfall sehr und empfinde tiefes Mitgefühl für die wirklich sympatisch wirkende Katherine Chappel, die ihr Leben lassen musste wegen eines Fehlers der vermieden hätte werden können.

Jedoch möchte ich an dieser Stelle betonen, dass der angreifende Löwe einfach nur völlig normal gehandelt hat. Ganz im Sinne der Natur.

Ganz das GEGENTEIL von Natur ist der Lion Park als Institution an sich. Ein Zoo der besonderen Art in einem so wunderschönen Land wie Südafrika, wo für Bespaßungszwecke für Touristen mehr Löwen in Gefangenschaft leben als in Freiheit. Wo dem Besucher suggeriert wird, dass es völlig normal ist, mit einem Löwenbaby zu kuscheln und spazieren zu gehen… und wo der stolze Besucher dann im Nachhinein seine „Bilder Südafrikas“ zu Hause seinen Freunden und Verwandten zeigt. Womöglich noch mit dem Satz: „Schaut her. Ihr müßt das unbedingt erleben. Dort gibt es wilde Löwen mit denen man spazieren gehen kann und wo mit dem Auto zwischendurch fahren kann.“

Liebe Kunden von Afrikascout. Liebe Interessenten.

Es ist wider der Natur Löwen als „Spiel“ zu betrachten! Jeder der solche Institutionen mit seinem Geld, seinem Besuch oder sonstwie unterstützt, zahlt Blutgeld.

Löwen gehören in die Natur. In eine Umgebung die für uns der „Jurassic Park“ ist, weil für den unwissenden Europäer einfach extremst gefährlich. In National Parks, wo sie frei leben können und sich frei vermehren können.

Ich kann Sie nur bitten, bei jedem Ihrer Besuche in Afrika zum Wohle von Natur, Tier und Mensch zu handeln und zu verstehen, dass alle „Bespassungen“ die der Tourist in dieser Art auch noch teuer bezahlt, einfach nicht sein müssen, um die Schönheit Afrikas erleben zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und viele Grüße

Sabine Kastner
Geschäftsführung
Afrikascout GmbH & Co. KG