Kenia: Höchst seltene und sensationell schöne Fotos von wildlebendem schwarzen Panther

Schwarze Augen leuchten aus dem Dunkel, das schwarze, schimmernde Fell hebt sich deutlich von der nächtlichen Dunkelheit ab: Schwarze Leoparden galten als Mythos und als extrem selten in Afrika. Nun hat sich die Geduld eines britischen Wildtierfotografen ausgezahlt. Will Burrad-Lucas ist es gelungen, einen Schwarzen Panther im ostafrikanischen Kenia zu fotografieren.

Das letzte wissenschaftlich dokumentierte Foto der seltenen Tiere stammt aus Äthiopien und wurde 1909 aufgenommen. Erst 2007 und vermutlich 2013 gab es wohl weitere einzelne Fotobeweise für die Existenz der Großkatzen in Kenia. 2018 stellten auch Wissenschaftler um Nicholas Pilfold vom Institute for Conservation Research am San Diego Zoo acht Kameras im selben Gebiet auf. Ihnen gelang es im Frühjahr 2018, ein schwarzes Weibchen fünf Mal zu filmen.

Warum sind Schwarze Panther schwarz?

Schwarze Panther sind Leoparden, deren Fell schwarz gefärbt ist. Sie sind in Afrika extrem selten – viel seltener als zum Beispiel schwarze Leoparden in Asien oder die dunkelfarbigen Jaguare in Nord- und Südamerika, die ebenfalls Schwarzer Panther genannt werden. Grund für die ungewöhnliche Fellfarbe der Leoparden ist eine seltene Genmutation, die zu diesem Melanismus (=dunkle Pigmentierung des Fells) führt. Auch wenn der schwarze Leopard seine typischen Flecken immer noch im Fell trägt, sind sie aufgrund der dunklen Farbe kaum noch zu sehen.

Will Burrad-Lucas fotografiert schwarzen Leopard in Kenia

Der 35-jährige Fotograf hatte schon lange davon geträumt, die raren und sagenumwobenen Raubkatzen einmal vor die Linse zu bekommen. Im Naturschutzgebiet Laikipia hatte er endlich Erfolg. Den Tipp dazu erhielt er von einheimischen Forschern und Rangern, die ein Leoparden-Weibchen  schon seit über einem Jahr beobachtet hatten. Burrad-Lucas installierte hochempfindliche Kamerafallen mit Bewegungssensoren an bei Tieren beliebten Pfaden und Wasserstellen. Und seine Geduld zahlte sich aus: In der vierten Nacht löste endlich  ein schwarzes, vermutlich etwa 2 Jahre altes Männchen die Fotofallen aus.

Behind-the-Scenes-Video von Fotograf Burrad-Lucas:
Er erzählt von seinem einmaligen Erlebnis und zeigt die Bewegungssensoren und Kameras:

Existenz der Panther erstmals seit 110 Jahren wissenschaftlich nachgewiesen

Will Burrad-Lucas ist es gelungen, die Existenz der schwarzen Leoparden (Panthera pardus pardus) fotografisch hochwertig und in wissenschaftlicher Hinsicht  zu belegen. Nach Einschätzung der Wissenschaftler um Nicholas Pilford vom San Diego Zoo, sind diese Bilder und Filme die ersten, die das charakteristische Rosettenmuster auf dem Mantel des Leoparden zeigen. Damit seien sie die ersten wissenschaftlich anerkannten Nachweise der schwarzen Leoparden seit über 100 Jahren.

Kann ich schwarze Panther auf meiner Safari in Kenia sehen?

Sichtungen gab und gibt es in Kenia in Laikipia, Mt Kenya und den Aberdares. Die fotografieren Tiere sind also keine Einzelfälle. Dennoch muss man dazusagen, dass die schwarzen Panther sehr scheu sind und es vermutlich auch nur eine Handvoll davon in Afrika gibt. Es gehört also schon eine riesige Portion Glück dazu, einen auf einer Safari Reise in Kenia zu Gesicht zu bekommen. Mindestens ebenso eindrucksvoll und deutlich häufiger sind allerdings ihre normal gefärbten Artgenossen, die gefleckten Leoparden. Die Chance, diese majestätischen Großkatzen vor die Linse zu bekommen, sind weitaus größer.

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