Kenia: Kicheche Valley Camp und Kicheche Bush Camp

Kenia Kicheche Bush Valley Camp Masai Mara

Persönlich für euch getestet: Das Kicheche Bush Camp und das Kicheche Valley Camp in Kenia in der Masai Mara haben uns absolut begeistert und überzeugt. Eine großartige Safari-Reise ist hier garantiert!

Masai Mara in Kenia: Die Anreise

Die Anreise führt uns vom Samburu Nationalpark in die Masai Mara, genauer gesagt in das Naibosho Schutzgebiet in der Masai Mara. Es ist sehr eng in diesen kleinen Flugzeigen und obwohl wir klein und schlank sind, kommt man sich vor wie in einer Sardinendose. Doch die Flughöhe ist optimal, um sich die Landschaft anzuschauen und es kommt das Gefühl von „Jenseits von Afrika“ auf. Ich habe die Filmszene im Kopf, in der Denys Finch Hatton seine Karen über die Mara fliegt… Gänsehaut pur!

Willkommen im Kicheche Valley Camp

Am Nachmittag landen wir auf dem Airstrip des Kicheche Valley Camps, unser Guide Mika erwartet uns bereits. Er ist hier geboren, in einem Dorf, nur wenige Kilometer von unserem Camp entfernt. Er kennt die Umgebung wie seine Westentasche. Zielstrebig fährt er mit uns zu einem Akazienbaum, unter dem zwei Gepardenbrüder hechelnd im Schatten liegen. Sie haben gejagt, jedoch leider erfolglos. Wir schauen uns die zwei für ein paar Minuten an, bis wir die ersten Regentropfen durch das offene Dach abbekommen. Eine große, schwarze Wolkenfront hat sich über uns aufgebaut und innerhalb weniger Minuten beginnt es stark zu regnen. Ein Segen für die Natur, denn Mensch, Tier- und Pflanzenwelt haben darauf seit langem gewartet.

Kenia Masai Mara Schutzgebiete Safari

Für uns ist es weniger schön, denn mit dem Regen wird es sehr kalt und wir sind froh, dann nach einer halben Stunde am Camp anzukommen. Mit Regenschirmen werden wir freudig begrüßt und in die Main Area geführt. Hier ist alles komplett anders als im vorherigen Saruni Samburu Camp.

So wohnst du im Kicheche Valley Camp

Viel rustikaler, viel wilder… eben mittendrin im afrikanischen Busch. Hinter jedem Baum erwarten wir ein Löwenrudel, Büffel oder Elefanten. Wir haben direkt vor unserem Zelt jedoch „nur“ Topi Antilopen, Zebras, Thomson Gazellen und Giraffen. Ein Traum!

Kenia Kicheche Bush Valley Camp Masai Mara

Kicheche Valley Camp besteht aus sechs geräumigen Zelten und einer Ess-Lounge oberhalb eines Tals. Die Aussicht ist absolut atemberaubend. Endlose Wildnis und der 55.000 Hektar große Naboisho Conservancy Park. Durch strenge Kontrollen der Betten- und Fahrzeuganzahl in diesem von der Gemeinschaft geführten Naturschutzgebiet ist ein erstklassiges Safari-Erlebnis das ganze Jahr über garantiert.

Kenia Kicheche Bush Valley Camp Masai Mara

Tolle Gäste und tolle Safari-Abenteuer in Kenia

Nachdem wir uns in unserem sehr geräumigen und geschmackvoll gestalteten Canvaszelt eingerichtet und uns frisch gemacht haben, gehen wir kurz bevor die Dunkelheit einbricht zurück zur Main Area. Hier gibt es perfektes Wifi und ich widme mich für eine Weile meinen Emails und Telefonaten. Mehr und mehr Gäste kommen zurück von ihrer Nachmittags-Safari und alles sind super aufgeregt. Jeder hat außergewöhnliche Sightings erlebt und möchte sich in der Gemeinschaft darüber austauschen. Amerikaner, Engländer und wir als Deutsche haben schnell einen guten Draht zueinander. Wie es eben so ist auf Safari.

Kenia Kicheche Bush Valley Camp Masai Mara

So ist das Essen im Kicheche Valley Camp

Um 20 Uhr ruft der Küchenchef zum Abendessen. Es wartet ein tolles 3-Gänge Menu auf uns. Fantastisch angerichtet und sehr geschmackvoll. Wir sitzen alle gemeinsam an einem großen Tisch und unser Manager Andy, geborener Ire und ausgebildeter Safari Guide, weiß viel zu erzählen. Die Stunden vergehen wie im Flug bei den ganzen Geschichten über Begegnungen mit Löwen, Elefanten und weiteren Tieren und somit ist es irgendwann an der Zeit ins Bett zu gehen, denn am nächsten Morgen wollen wir alle früh aufstehen und schauen, was der Tag uns bringt.

Kenia Kicheche Bush Valley Camp Masai Mara

Safari im Naboisho Conservancy in der Masai Mara

Los geht es auf Pirschfahrt nach einem sehr guten Frühstück mit fantastischer Aussicht in die Ebenen der Masai Mara. Wir haben unseren Guide Mika für uns allein und fahren einfach los. Auf die Frage, ob wir etwas Bestimmtes sehen möchten, antworten wir mit nein, denn nur zu genau wissen wir, dass man alles auf Safari erwarten kann – nur nicht darf.

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Fantastische Tierbeobachtungen in der Masai Mara

Es geht vorbei an Warzenschwein Familien, Giraffen mit Babys, Pavian Familien mit Babys, Störchen am Wasserloch und während wir uns über die Tiere und deren Eigenschaften unterhalten, stoppt unser Auto und Mika zeigt in einen Busch in nur fünf Meter Entfernung. Und wir glauben unseren Augen nicht zu trauen: Zwei junge Löwenmännchen liegen hier im Schatten und ruhen sich aus in der beginnenden Hitze des Tages. Wahnsinn! Ich hätte direkt vor dem Busch stehen können. Ich hätte sie nicht gesehen. Sie haben den Kopf oben und schauen uns an. Jedoch zeigen sie keinerlei Interesse. Sie schauen nur, während sie sich putzen und versuchen, die Fliegen zu verscheuchen. Mika erzählt uns, dass die beiden Löwen aus dem Rudel verstoßen wurden, damit sie lernen, allein zu jagen. Er kennt den Vater und dieser hat einem der beiden bereits eine härtere Lektion erteilt, und ihm eine „runtergehauen“. Wahrscheinlich, um ihn nachhaltig zum Verlassen des Rudels zu bewegen. Er hat nun auf der rechten Seite ein „Schlappohr“.

Tierreichtum im Kicheche Valley Camp

Wir stehen ca. 20 Minuten bei den beiden und lernen viel über das Rudel und weitere Rudel im Umkreis, als ich plötzlich stutze, weil ich es nicht fassen kann: In Sichtweite, sagen wir 500 m entfernt, sehe ich unser Zelt des Kicheche Valley Camps durch den Busch! Wir waren also einmal im Kreis gefahren und die beiden lagen nur wenige Minuten entfernt, quasi vor unserer Veranda.
Das ist Afrika, und eben kein Zoo, auch wenn das Gefühl der Sicherheit oft erstaunlich hoch ist, wenn ein Zelt, eine Küche und Autos vorhanden sind.

Das Kicheche Bush Camp, Olare Orok Conservancy

Da ich neugierig bin, wie das Kicheche Bush Camp im Olare Orok Conservancy aussieht, bitte ich Mika mit uns dorthin zu fahren, um das Camp zu besichtigen. Schließlich ist es wichtig für einen Afrika-Spezialisten wie Afrikascout, die Unterkünfte genau zu kennen. Nur so können wir entscheiden, ob die Lage und Umgebung für unsere Kunden passen, wenn wir sie auf die Reise ihres Lebens schicken. Im Kicheche Bush Camp begrüßt uns der Manager mit einem Kaffee. Das Kicheche Bush Camp ist offener und weitläufiger als das Kicheche Valley Camp. Das luxuriöse Zeltcamp verfügt über sechs Gästezelte, hat ebenfalls keinerlei Zäune und liegt inmitten der atemberaubenden Natur unter Dornakazien. Es hat eine große Wiese mit Bäumen und Sitzgelegenheiten und liegt in einer flachen Ebene, während das Valley Camp Blick von einem Hügel in die Weite bietet. Beide sind sehr schön. Der persönliche Geschmack entscheidet hier, welches Camp gewählt wird. Viele Reisende denen ich begegne, buchen gleich beide Camps, oft schon seit Jahren. Besonders Fotografen lieben die Guides und den besonderen Service.

Fazit: Volle Empfehlung für die Kichese Camps

Nachdem wir uns alles angeschaut haben, geht es zurück ins Naibosho Conservancy. Auch auf dem Rückweg sehen wir wieder unzählige Tiere. Unter anderem ein Bataleur Eagle Pärchen auf einem toten Baum. Die Kulisse für die beiden prächtigen Raubvögel ist filmreif: Im Hintergrund tiefdunkler Himmel mit Regenwolken, die Vögel selbst werden von der untergehenden Sonne angestrahlt.  Oft sind es diese Momente, die Reisende und in diesem Fall auch mich fesseln. Beim Schreiben davon, bekomme ich noch jetzt eine Gänsehaut. Magisch war es.

Kenia Kicheche Bush Valley Camp Masai Mara

Auch für Kicheche Bush Camp und Kichece Valley Camp vergebe ich 100 von 100 Punkten! Es lohnt sich, hier 2 bis 3 Tage in der Masai Mara zu verbringen. Eins zu sein mit der Natur, mitten in der Wildnis Afrikas.

Video Kicheche Valley Camp: Mara Naboisho, Masai Mara, Kenya

Video Kicheche Bush Camp, Olare Motorogi Conservancy, Masai Mara

Ab nach Kenia:
→ Unsere schönsten Safari-Reisen in Kenia