Malaria

Malaria-Prophylaxe für afrikanische Länder

Malaria – Was ist das?

Ein winzig kleiner Stich – der weiblichen Anopheles-Mücke kann Ihr Leben für immer negativ verändern. Jährlich werden weltweit Millionen Menschen mit Malaria infiziert – Hunderttausende sterben an den Folgen dieser tückischen Krankheit. Wir von Afrikascout möchten Sie zu diesem Thema ausführlich informieren und Ihnen die Gefahren und Auswirkungen von Malaria ans Herz legen.

Im eigentlichen Sinne ist nicht die Mücke der Erreger, sondern ein minikleiner einzelliger Parasit – genannt Plasmodium. Malaria kann auf verschiede Arten auftreten, welche von unterschiedlichen Plasmodien verursacht werden. Die gefährlichste Art von Malaria ist die Malaria tropica – verursacht durch den Parasiten Plasmodium falciparum. Erste Erkennungszeichen einer Malaria sind vergleichbar mit einer Grippe  –  Kopf- und Gliederschmerzen gehen einher mit unregelmäßigen Fieberschüben. Hat sich ein Mensch erst einmal mit dem Plasmodium falciparum infiziert und hat sich dieser Parasit bereits im menschlichen Körper ausgebreitet, kann dieser die roten Blutkörperchen befallen und eine schwere Anämie (Blutarmut) hervor rufen. Desweiteren folgen oftmals schwere Organschäden – wenn in diesem Fall nicht sofort medizinisch gehandelt wird, verläuft diese Krankheit in den meisten Fällen tödlich. Ebenso weit verbreitet ist die Malaria tertiana – verursacht durch das Plasmodium vivax oder Plasmodium ovale. Ihre Namen begründen sich auf die Häufigkeit der Fieberschübe, die an jedem dritten Tag auftreten. Zumeist werden diese Fieberschübe von einem starken Schüttelfrost begleitet – allerdings verläuft die Malaria tertiana in Gegensatz zur Malaria tropica in den wenigsten Fällen tödlich!

Malaria ist eine Krankheit mit einem ewigen, fast nicht zu durchbrechenden Kreislauf. Da die Malaria Parasiten zwei Wirte zum überleben benötigen – die Mücke als Hauptwirt, den Menschen als Zwischenwirt – können diese Parasiten ständig ihre Form verändern. Jeder Wirt ermöglicht ihnen ein neues Lebensstadium. Infiziert werden können Menschen nur von ebenfalls infizierten Mücken! Die Mücke an sich infiziert sich erstmals  an einem schon infizierten Menschen – daher ist es ein unbedingtes MUSS des Menschen, sich – falls er in ein tropisches Gebiet  reist – vor Malaria zu schützen und entsprechende Vorsorge zu leisten. Malariaprophylaxe

Welche Mücke überträgt Malaria?

Vor allem Afrika-Reisende sollten sich gut vor Malaria schützen. Nicht jede Mücke ist in der Lage, den Malaria-Erreger zu übertragen. Bestimmte Anopheles-Arten (anopheles = unnütz, schädlich) können diese Erreger übertragen. Vorsicht ist vor Anopheles gambiae geboten – diese Mücke lebt vorwiegend in Afrika und ist bekannt für die Übertragung der tödlich verlaufenden Malaria tropicale. Vor allem in Gebieten mit stehen Gewässern, Sümpfen, Pfützen und kleinen Wasserfällen ist vor dieser Art von Mücken zu warnen. Nur die weiblichen Mücken der Anopheles Arten sind in der Lage hunderte bis tausende von Eiern abzulegen und ihre Eier von Blut zu ernähren. Wird ein Mensch von einem infizierten Weibchen gestochen, gelangen die Plasmodien in die Blutbahn des Menschen – während wir Menschen uns nur über den Juckreiz eines Mückenstiches ärgern, vermehren sich diese ungeschlechtlichen Erreger schon längst in unserem Körper. In nur 20 Minuten haben die sogenannten Sporozoiten den Weg in die menschliche Leber gefunden.  Dort wachsen die vormals einkernigen Sichelkeime zu vielkernigen Gebilden – den sogenannten Schizonten heran. Wenige Tage nach der Einnistung in die Leber teilen sich die Gebilde wiederrum in einkörnige Teilsprösslinge. In diesem Stadium spricht man dann von Merezoiten. Merezoiten  dringen in diesem Stadium ins menschliche Blut und die roten Blutkörperchen. Hierbei verändern sie wiederrum ihre Form und werden wieder zu Sporoziten – wie zuvor in der Leber, verändern sie nun ständig ihre Form in den roten Blutkörperchen – dabei zerplatzen  die roten Blutkörperchen. Es entsteht somit eine Kettenreaktion – je nach Erreger entwickeln sich die ersten Anzeichen einer Malaria, in Form von hohen Fieberschüben – innerhalb von 48 Stunden. Die Erreger der Malaria vivax und ovale weisen eine gemeinsame Besonderheit auf: nicht alles Schizonten gelangen aus der Leber in die Blutbahn des Menschen. Manchmal kann es Jahre dauern, bevor sich diese restlich in der Leber verbliebenen Erreger auf den Weg in die Blutbahn machen. Das hat zur Folge, dass infizierte Menschen die für Malaria bekannten Rückfälle bekommen. Wird eine Malaria nicht sofort nach den ersten Fieberschüben behandelt können die menschlichen Organe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, sie versagen und der Betroffene fällt ins Koma. Jeder zehnte stirbt an dieser Form von Malaria.

Die Malaria Erreger benötigen für ihre Entwicklung relativ hohe Temperaturen. Bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius können sich diese Erreger überhaupt nicht vermehren. Bei 20 Grad entwickeln sie sich innerhalb von 16 Tagen, bei  Temperaturen über 20 Grad dauert die Fortpflanzung nur eine Woche.

Durch die ständige Verwandlung der Plasmodien ist es dem menschlichen Immunsystem fast nicht möglich, Abwehrkräfte gegen diese Infizierung aufzubauen. Hat das Immunsystem erst einmal den „Feind“ erkannt und angefangen, Abwehrstoffe dagegen aufzubauen, haben die Plasmodien längst wieder ihre Form verändert und das Spiel fängt von vorne an. Besonders gefährlich wird es für TOURISTEN  in Malaria-Gebieten – da sie – im Gegensatz zu Menschen, die in Malaria-Gebieten leben – nicht die Möglichkeit haben, ausreichend Abwehrkräfte aufzubauen.

Leider gibt es bis heute keinen Impfstoff gegen Malaria. Forschungen – bei denen versucht wird, dass sich die Sporozoiten nicht in der menschlichen Leber einnisten können – werden in den letzten Jahren wieder verstärkt durchgeführt. Ebenso wird ein Impfstoff erforscht, der den Verlauf einer  Malaria mildern soll. Die optimale Anpassungsfähigkeit des Parasiten bereitet bis heute Medizinern und Wissenschaftlern große Probleme. Parallel  zu der Erforschung eines Impfstoffes gegen Malaria ist es vor allem wichtig, Medikament zur Behandlung dieser Krankheit zu entwickeln.

Malaria Prophylaxe

Der beste Schutz vor einer Malaria bestünde natürlich darin, erst gar nicht ein Land zu bereisen, welches als Malaria-Gebiet bekannt ist. Aber wer möchte schon gerne auf atemberaubende Länder und Regionen verzichten nur wegen einer Mücke? Um sich vor Malaria zu schützen kann man entsprechende Medikamente zu sich nehmen. Je nach Reiseziel und Länge des Aufenthaltes kann man zwischen unterschiedlichen Malaria Medikamenten wählen. Bevor Sie allerdings ein Land bereisen, sollten Sie unbedingt und frühzeitig Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, der Sie über die entsprechende und beste Medikation informieren wird. Verschreibungspflichtige Malaria Medikamente sind Lariam, Doxycyclin, Malarone, Chloroquin und Proguanil. Informieren Sie sich weiterhin bei Ihrem behandelnden Arzt und Apotheker über mögliche Resistenzen gegen das ein oder andere Medikament in Ihrem Reiseland. Bitte bedenken Sie auch die oftmals auftretenden Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

Der wichtigste Schutz ist das Tragen von langärmeliger und heller Kleidung, sowie das Schlafen unter einem Moskitonetz. Besprühen Sie sich ebenfalls mehrmals am Tag mit Insektenschutzmittel und achten Sie darauf, dass dieses DEET enthält.

Bitte besuchen Sie auch die Seite http://www.malaria.info/malaria/malaria-tropica/ – hier können Sie noch detailliertere Informationen zu den verschiedenen  Themen wie: Malaria-Arten, Malaria Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Malaria erfahren.

Eine individuelle Reiseberatung erhalten Sie bei der Reisemedizinischen Beratung Freiburg, Frau Dr. Rosemarie Mazzola.