Matusadona Nationalpark in Simbabwe – zerklüftete Berge am größten Stausee der Welt

Afrikascout bringt Sie zusammen mit Daktari Safaris in den äußersten Norden Simbabwes in den Matusadona Nationalpark am Ufer des knapp 230 km langen und bis zu 40 km breiten Kariba-Stausees. Das Seeufer ist die nördliche Begrenzung des Parks, im Osten und Westen rahmen Ume River und Sanyati River das Schutzgebiet ein.

Der Matusadona Nationalpark besteht aus ca. 1400 km² schier undurchdringlicher Wildnis mit wenigen, oft stark ausgewaschenen Pisten, schroffen, steilen Berghängen und Schluchten, die mit dichter Vegetation bewachsen sind. Die Wälder bestehen u.a. aus Mopane-Bäumen, dichtem „Jesse“ Busch, Leberwurstbäumen und Baobabs. Zusammen mit dem Kariba-Stausee, auf dessen Grund noch immer längst ertrunkene Hartholzbäume wurzeln, die wie Skelette über die Wasseroberfläche hinaus in den Himmel ragen und eine eindrucksvolle Kulisse für die berühmten Sonnenuntergänge bilden, ist Matusadona schon landschaftlich ein einmaliges Erlebnis.

Tierwelt im Matusadona Nationalpark

Die „Big Five“ kommen hier vor. Spitzmaulnashörner, für die das unwegsame Gelände und der dichte Busch einen idealen Lebensraum bieten, wurden aus anderen Gegenden des Landes in den Matusadona Nationalpark umgesiedelt, um sie vor der Wilderei zu schützen. Elefanten halten sich gern am Seeufer auf und fressen das saftige Gras, das besonders in der Trockenzeit vom zurückweichenden Wasserspiegel des Sees freigelegt wird. Auch große Herden von Büffeln weiden dann sehr gern am Seeufer. Wo große Büffelherden sind, sind meist Löwen, ihre ärgsten Fressfeinde nicht weit. Leopardenspuren findet man häufig, doch sind diese heimlich lebenden Katzen im dichten Busch sehr selten zu sehen. Zusätzlich zu den Big Five sieht man im Matusadona Nationalpark auch zunehmend häufiger am flachen Seeufer Geparde. Krokodile, teils riesige und uralte Exemplare, sonnen sich an Land bevor sie zur Jagd wieder ins Wasser gleiten. Flusspferde liegen tagsüber in kleineren oder größeren Gruppen im flachen Wasser, oft sind nur die Augen, Ohren und Nüstern zu sehen. Abends steigen sie aus dem Wasser um in der Kühle der Nacht zu weiden.

Matusadona Nationalpark Tierwelt - Afrikascout

Bedingt durch den Kariba-Stausee, hat der Matusadona Nationalpark natürlich noch ein riesiges Spektrum an Wasservögeln zu bieten. Verschiedene Storcharten sind durch ihre Große bedingt sicher unter den auffälligeren: Sattelstörche, Nimmersatte und Mohrenklaffschnäbel sieht man sehr häufig, letztere oft in großen Schwärmen. Natürlich machen die Schreiseeadler allein schon aufgrund ihrer durchdringenden Rufe, die weithin über das Wasser schallen auf sich aufmerksam. Nilgänse und Hagedasch-Ibisse wetteifern bei Tagesanbruch darum mit ihren durchdringenden Schreien die restliche Gemeinschaft am See zu wecken.

Übernachtungsmöglichkeiten im Matusadona Nationalpark

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Matusadona Nationalpark zu erreichen und zu erkunden. Die anspruchsvollste Anreise für Mensch und Maschine ist die Fahrt mit dem Auto. Ob aus Richtung Harare oder von Victoria Falls her sind viele Kilometer Wellblechpiste, Schotter, Sand und Steine zu überwinden bis man überhaupt die Abzweigung zum Park erreicht. Dann wird es erst richtig hart, viele steinige und sandige Furten sind zu durchqueren und Anstiege zu bewältigen. Wer diese Anfahrt auf sich nehmen möchte, sollte zumindest etwas Erfahrung mit dem Geländewagen Fahren haben und ein robustes Allradfahrzeug. Alle Lebensmittel und Campingausrüstung sowie Treibstoff müssen mitgebracht werden. Es gibt einen größeren Campingplatz am Seeufer namens Tashinga, mit einfachen Duschen und Toiletten. Hier liegt gleichzeitig auch die Verwaltung des Parks. Ein paar weitere kleine Campingplätze hat der Park auch zu bieten.

Matusadona Nationalpark - Afrikascout

Luxuriöser geht es in den schönen Lodges zu, die sich am Rand des Parks zum Teil auf Inseln im See befinden. Hier gibt es von eher rustikalen Holzhäuschen, die auf Stelzen am Seeufer gebaut sind bis zu Luxus-Zelten alle Variationen. Die Anreise erfolgt hier entweder von der Stadt Kariba aus mit dem Motorboot, das dauert ca. eine bis 1,5 Stunden, oder per Kleinflugzeug. Die Lodges bieten ihren Gästen Pirschfahrten mit dem Geländewagen in den Park, Wanderungen, Bootsfahrten zur Tierbeobachtung am Ufer entlang und –sehr lohnenswert- Bootsfahrten in die höchst eindrucksvolle Schlucht des Sanyati River.

Attraktionen im Matusadona Nationalpark

Eine weitere, sehr interessante und vor allem erholsame Option ist es, ein paar Tage auf einem Hausboot auf dem Karibasee zu verbringen. Man schläft auf dem Boot, das nachts am Ufer festgemacht wird. Tagsüber fährt man entweder mit dem Hausboot weiter über den See oder man unternimmt mit dem kleinen Beiboot Ausflüge in den Matusadona Nationalpark. Mit dem Beiboot stehen einem die kleinen Buchten und Flüsschen offen, man kann Tiere und Vögel am Ufer beobachten oder sich mit einem qualifizierten Guide auch mal die Beine vertreten.

Matusadona Nationalpark Hausboot - Afrikascout

Viele Grüße

Ihr Afrikascout
Annette Hoffmann