NAMIBIA – ANSCHAUEN UND STAUNEN: Besuchen Sie die Welwitschia Mirabilis in der Namib Wüste

Welwitschia Mirabilis mit Afrikascout in Namibia entdecken

Sie erscheint im Wappen Namibias und auch im Wappen der Küstenstadt Swakopmund – die Welwitschia Mirabilis. Die Rugby-Nationmanschaft Namibias (Welwitschias) nennt sich nach ihr. Der Grund scheint vorerst tatsächlich unklar: Die Pflanze ist nicht etwa besonders schön anzuschauen – mit faszinierender Blüte oder mächtigen Statur.

Nein, leider ist eher genau das Gegenteil der Fall: Beim ersten Anblick mutet die Welwitschia vielmehr wie eine zerfetzte – vorher vielleicht einmal recht hübsche – Sukkulente an. Man könnte durchaus einen verlorenen Kampf “wildes Tier gegen Wüstenpflanze” vermuten. Aber warum trägt sie den Namen “Mirabilis” (lat. für “wunderbar”)? Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise nach den namibischen Wundern des Verborgenen am Beispiel der Welwitschia Mirabilis.

Alt? Was ist schon alt? – Das lange Leben der Welwitschia Mirabilis

In Deutschland spricht man einer Linde in Hessen das höchste Alter eines Baumes zu. Mit über 1200 Jahren ragt sie mit kräftigem Stamm in die Höhe. Exemplare der eher unscheinbaren Welwitschia Mirabilis in der Namib leben schon seit über 1500 Jahren in dem harten, rauen Wüstenklima – ohne massiven Stamm und ohne stabile Morphologie wie etwa unsere heimischen Uralt-Hölzer. Bestaunen Sie ein besonders altes Exemplar der Art nahe der Stadt Swakopmund mit einem geschätzen Alter von ca. 1500 Jahren auf Ihrer Mietwagenreise durch Namibia.

„Sie überdauert und besteht fort. Sie erblüht, wo andere wanken und wächst stetig mit der Zeit!“ (Zitat, gefunden auf einem Werbeplakat am Airport Windhoek)

Die Frage ist, wie die Welwitschia/Welwitschie es dennoch schafft, so lange Zeit den schwierigen Klimabedingungen zu trotzen…

Die Tricks der Welwitschia Mirabilis

Vom fragilen Zweiblatt zum uralten Wüstenwunder

Die Welwitschia Mirabilis ist die einzige Art der Gattung Welwitschia. Sie kommt endemisch in Namibia und Angola vor. Ihren Namen verdankt sie dem Afrikaforscher Friedrich Welwitsch, der sie Mitte des 19 Jahrhunderts entdeckte. Der berühmte Botaniker und Systematiker W. J. Hooker soll beim ersten Anblick der Pflanze über sie gesagt haben: “It is out of the question the most wonderful plant brought to this country and one of the ugliest!” So ist die Bezeichnung der Art „mirabilis“ zu erklären. Bei den Einheimischen wird sie auch als Stumpf ( “N’Tumbo”), Wüstenzwiebel oder “Zwei-Blatt-kann-nicht-sterben” (in Akrikaans: “tweeblaarkanniedood”) bezeichnet.

Die botanischen Nebeltrinker

Die junge Welwitschia kann selten in der Namib entdeckt werden. Braucht Besuchen Sie die Welwitschia Mirabilis in Namibia - mit Afrikascoutdie Pflanze doch extreme Niederschlagsmengen, um ihren Wasserhaushalt in der Entwicklungszeit günstig aufrechtzuerhalten. Neben einem charakteristisch kurzen Stamm und den zwei Blütenblättern besitzt sie nämlich ein spezielles Wurzelwerk, das das Überleben in der Wüste begünstigt: Die Welwitschia verfügt über eine sehr tief reichende Pfahlwurzel, die auch an Wasser in den unteren Erd-/Sandschichten reicht und ein Wurzelgeflecht, das im Radius bis zu 15 Meter! lang werden kann. Nahe der Erdoberfläche nimmt sie so auf großer Fläche den verdunsteten Nebel/Tau in den frühen Morgenstunden auf. Jüngere Pflanzen können wegen der extremen Bedingungen in der Wüste die Bildung dieses raffinierten Wurzelwerks nicht erreichen und verenden. In guten Niederschlagjahren konnten sich so mehrere Exemplare der Art entwickeln und haben sich bis heute mit stattlichem Alter in der Namibwüste etabliert.

Zwei – und nicht mehr als zwei Blätter

Aus den gut voneinander zu trennenden zwei Blättern wurde im Laufe der Jahrhunderte/Jahrtausende jedoch ein Wulst an Blattfäden – als Zeichen der Zeit. Aber auch mit 1000 Jahren trägt sie noch immer nur ihre zwei Blätter, die allerdings im hohen Alter auch schon einmal eine Länge von 2,5 – 6 Metern! annehmen können. Die Welwitschia nimmt das notwendige Wasser über den Boden auf. Die Blätter tragen daran keinen bis wenig Anteil, sind sie doch mit einer dicken Cuticula umhüllt, die vor Verdunstung schützen soll.

Der Nachwuchs

Die Welwitschia wird von Insekten bestäubt. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Ihre Samen reifen im Frühjahr unter eher günstigen Bedingungen heran. Sie sitzen in Zapfen, die sie vor den harten klimarischen Bedingungen und Fraßfeinden schützen. Die Samen werden vom Wind verbreitet und können einige Jahre ruhend in der Erde/im Sand verweilen, bis sie unter günstigen äußeren Bedingungen (vor allem: genügend Wasser) auskeimen.

Sonneschutz à la Welwitschia

Die Welwitschia Mirabiles kümmert sich um ihren Sonnenschutz selbst: In den heißen und sonnigeren Jahreszeiten bildet sie weniger Chlorphyll (grünen Blattfarbstoff). Die Folge ist, dass sich ihre Blätter rötlich verfärben und ihre Stoffwechselrate reduziert wird. Sie wächst in schwierigen Zeiten also deutlich weniger. Gibt es hingegen wieder mehr Wasser, wird die Chlorophyllbildung erhöht, die Blätter werden grüner und die Fotosyntheserate steigt – die Pflanze wächst.

Ist sie nicht ‚wunderbar‘ – die Welwitschia Mirabiles?

Wir finden, die Pflanze wird ihrem Namen auf faszinierende Weise gerecht!

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Wir freuen uns darauf, Sie kompetent beraten zu dürfen. Ein Ideen-Portfolio für Namibia-Reisen finden Sie unten im nachfolgenden Link.

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Es grüßen Ihre Afrikascouts!