Namibia Selbstfahrer Reise – Ein Reisebericht unserer Kunden Alexandra und Martin Teil 2

Der Morgen erwartet uns mit strahlendem Sonnenschein, der schnell für Wärme sorgt und auch das Zelt bald wieder trocken gelegt hat, das vom Kondenswasser doch recht nass war.

Und der Wind ist weg, herrlich. Wir besorgen uns Kaffee in der Tankstelle und genießen das Frühstück in der Sonne. Danach  bauen wir gemütlich ab und machen uns auf den Weg. Zur Campsite muss man noch erwähnen, dass sie Vorteile wie den nahen Kaffee an der Tanke (200m) und die Nähe zum Eingang des Nationalparks (500m) auch mit Nachteilen wie der Nähe zur Schotterstraße verbindet. Das hört sich, wenn ein Auto kommt, immer an als wäre ein Jumbo im Anflug. Zum Glück fahren nicht so viele Autos und somit war der Platz gut. Und die Stellplätze sind wirklich klasse, jeder mit eigener Toilette und Dusche.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Frühstück

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Auto mit Dachzelt

Apropos Autos – auf dem Weg von Sesriem nach Solitair – das sind rund 84km – begegnen uns ganze 9 Autos. Herrlich – so kann man die tolle Landschaft einfach besser genießen, zumal jedes Auto eine ziemlich Staubwolke aufwirbelt. Und die eigene sieht man ja nur im Rückspiegel. In Solitair tanken wir nach und genießen auf Anraten von Sabine, unserer Reiseagentin, einen Kaffee und einen Apfelkuchen in der Wüstenbäckerei. Und nicht nur der Apfelkuchen ist köstlich. Sowas würde man in einem Ort mit unter hundert Einwohnern mitten in der Namib wohl nicht erwarten.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Tankstelle Solitäire

Weiterfahrt an den Atlantik und in das bezaubernde Küstenstädtchen Swakopmund

Wir setzen unsere Fahrt Richtung Swakopmund fort. Alle paar Kilometer wechselt die Landschaft, die Berge und Hügel sehen anders aus und irgendwann geht es über in die endlose Weite der Namib. Unterwegs, irgendwo zwischen Gaub Pass und Kuiseb Pass, sehen wir sogar Bergzebras. Dazu vorher schon jede Menge Strauße und Antilopen, vor allem die auffälligen Oryx.

Unsere Pause machen wir dann mitten im Nichts, wir haben zwar eine Weile darauf gewartet, dass es mal einen Busch gibt, hintern den man mal machen kann, aber es kam keiner. So halten wir mitten in der Ebene, essen etwas und erledigen, was sonst noch so nötig ist. Da man sich nähernde Fahrzeuge aber schon Kilometer im Voraus hört, war das nicht wirklich ein Problem. Zumal es ja wie schon erwähnt nicht so viele davon gibt. Um für etwas Unterhaltung zu sorgen, liest Alex quasi als Live-Hörbuch aus „Hummel Dumm“ vor, wo die Erlebnisse einer Gruppenreise durch Namibia geschildert werden – ist ja passend. 🙂 Und wir haben Tränen gelacht. Einfach zu köstlich – und wir waren glatt froh, alleine unterwegs zu sein.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia in Richtung Swakopmund

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia auf dem Weg nach Swakopmund

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Webernest

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Strauß

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Canyon

Walvis Bay mit seinen beeindruckenden Sanddünen

Kurz vor Walvis Bay weht dann der Wüstensand über die Straße und es türmen sich hohe Sanddünen auf. Es ist quasi eine Wüstenstadt, an 3 Seiten von Wüste umzingelt, die 4. ist dann der Atlantik. Wir passieren Walvis Bay und kommen gegen 16:45Uhr in Swakopmund am Orange House Bed&Breakfast, unserer Unterkunft für die nächsten 2 Tage, an. Es liegt 100m vom Strand entfernt. Nach kurzer Einweisung gehen wir zum Strand und schauen uns den Sonnenuntergang an, danach geht es in die Stadt zum Abendessen.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Walvis Bay

Afrikascout Selbstfahrer Reise Sonnenuntergang in Walvis Bay

Wüstentour in den Dünen vor Swakopmund

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, da wir um 8:00 Uhr zu einer Tour durch die Namib im Dorob Nationalpark mit Living Desert Adventures (www.livingdesertnamibia.com) abgeholt werden. Es geht darum, etwas über die Wüste zu erfahren und mit etwas Glück die „Little 5“ zu sehen. Tourguide Chris erklärt uns das fragile Ökosystem der Wüste eindrucksvoll und wir lernen sehr viel über die Nahrungskette in der Wüste und auch, wie wenig sich das Leben in der Wüste nach Schäden erholt und auch, wie lange Spuren in der Wüste sichtbar bleiben, wenn sie außerhalb der Dünen hinterlassen werden – so sind immer noch die Spuren der deutschen Siedler von vor über 100 Jahren sichtbar.

Was die „Little 5“ angeht, so haben wir sie leider nicht alle gesehen – das Chamäleon wollte sich nicht zeigen. Aber der durchsichtige Wüstengecko, die sandtauchende Wüsten-Eidechse, die Sandviper (Seitwärtsschlängelnde Otter) und die Tanzende Weisse Dame (Spinne) haben wir gesehen. Dazu auch noch eine beinlose Eidechse. Einfach toll, wie Chris die Tiere anhand ihrer Spuren im Sand aufspürt und dann teilweise aus dem Sand gebuddelt hat, sogar die ziemlich giftige Schlange und Spinne. Dazu gibt es unglaubliche Bilder der Dünenlandschaft der Namib, zum Teil mit Blick auf den Atlantik im Hintergrund – denn hier trifft die Wüste direkt auf den Ozean. Und mit einem Landrover durch die Wüste und über die Dünen gefahren zu werden macht auch sehr viel Spaß.

Die Tour endet gegen 13:00 Uhr, eine perfekte Zeit um in der Mittagssonne mal kurz in den 14 Grad warmen Atlantik zu gehen…Alex steht in langen Klamotten daneben und fröstelt bei dem Anblick.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Wüstentour

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Echse

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Schlange

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Dünen vor Swakopmund

Am Nachmittag schauen wir uns Swakopmund ein wenig an und fahren am späten Nachmittag noch nach Walvis Bay – aber die Fahrt hätten wir uns auch sparen können. Das lohnt sich wohl nur, wenn man eine Bootstour zu den Seehunden und Delfinen machen möchte. Abends gibt es lecker Essen in Kückis Pub. Die Calamari Ringe sind absolut zu empfehlen.

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Afrikascout Selbstfahrer Reise Ansicht auf Swakopmund

Herzliche Grüße
Ihr Team von Afrikascout