Namibia Selbstfahrer Reise – Ein Reisebericht unserer Kunden Alexandra und Martin Teil 3

12.06. – nach dem Frühstück laden wir unser Zeug ins Auto und dann geht es zum Tanken und noch mal einkaufen. Es liegen 6 Tage campen vor uns. Dann machen wir uns auf den Weg. Das Ziel ist die Ugab Terrace Lodge Campsite.

Zunächst geht es eine Weile Richtung Norden entlang der Küste, hinter Hentiesbay biegen wir ab in Richtung Landesinnere, immer nach Nordosten. Irgendwann taucht in der Ferne der Brandberg auf, eindrucksvoll wie das Bergmassiv so freistehend in der Gegend thront. Langsam lassen wir die Namib hinter uns und es wird grüner. Nachdem wir den Brandberg links liegen gelassen haben, taucht am Straßenrand ein Warnschild für Elefanten auf. Natürlich hätten wir nicht damit gerechnet, auch wirklich welche zu sehen. Aber tatsächlich haben wir dann einen ein paar Meter neben der Straße gesehen. Toll! Ansonsten sehen wir heute außer Eseln, Ziegen und Kühen kaum Tiere. Die aber teilweise so, dass sie nicht zu übersehen sind, nämlich mitten auf der Straße. Dazu sehen wir Leute, die am Straßenrand Steine und Schmuck verkaufen oder einfach Wasserflaschen hinhalten, weil sie gerne Wasser hätten. Da hat man dann schon ein komisches Gefühl, wenn man einfach weiter fährt. Aber man kann auch schlecht einem was geben und den anderen nicht.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Brandberg

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Warnschild Elefanten

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Elefant am Straßenrand

Camping unter dem Sternenhimmel Namibias

Gegen 15:30 Uhr kommen wir an er Lodge an, die auf einem kleinen Berg liegt. Es ist direkt abenteuerlich, da hoch zu fahren. Leider liegt der dazugehörige Campingplatz am Fuße des Berges und ist sehr rustikal im Busch gelegen. Aber toll. Wir kaufen uns Holz zum Grillen und haben unser erstes Brai. Lecker! Außer uns campt nur noch ein weiteres Paar auf dem Platz, Tatjana und Jan aus Darmstadt,  die wir abends auf ein Bier einladen. Wir sitzen gemeinsam am Feuer und tauschen unsere Urlaubserfahrungen aus. Ein sehr schöner Abend. Und es ist warm – das macht es besonders schön. 🙂 Und über uns leuchtet wieder ein fantastischer Sternenhimmel. Dazu hört man ringsum genau gar nichts. Traumhaft.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Ugab Lodge

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Braai

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Abenstimmung

Petrified Forest – der „versteinerte Wald“ in der Nähe von Khorixas

Am nächsten Morgen kommt zum ersten Mal der Gaskocher zum Einsatz, wir kochen uns einen Kaffee und frühstücken gemütlich. Dann packen wir alles zusammen und fahren zum Petrified Forest, dem versteinerten Wald, in der Nähe von Khorixas. Ein sehr sachkundiger Guide dieses Nationaldenkmals, quasi ein Mini-Nationalpark, erklärt uns alles sehr gut und wir lernen viel darüber, wie das Holz vor 280 Mio. Jahren hier angespült wurde und warum es dann versteinerte. Dazu sehen wir Welwitschias, eine Pflanze, die nur in Namibia vorkommt und über 1000 Jahre alt werden kann. Die Exemplare hier sind mit bis zu 150 Jahren aber eher recht jung. Wir kaufen am Eingang noch etwas Kunsthandwerkliches und ein paar Halbedelsteine und lunchen im Schatten. Dann nehmen wir auf Bitten des Guides den Sohn eines anderen Guides die 40km mit nach Khorixas. Leider ist er nicht so gesprächig bzw. sein Englisch nicht so toll, so dass wir uns nicht so gut mit ihm unterhalten können. Wir tanken noch, was leider aufgrund des Doppeltanks irgendwie ewig dauert und fahren zurück zu unserem Campingplatz.

Nach einem Kaffee und einer Dusche gehen wir hoch zur Lodge, wo wir bei einem Drink das Farbenspiel des Abendhimmels genießen, bevor wir dort zu Abend essen. Nach dem Essen werden wir runtergefahren, zu Fuß im stockfinsteren wäre der Weg sicher zu gefährlich.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia - Petrifield Forest

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Echse im versteinerten Wald Petrifield Forest

Weiterreise in den weltberühmten Etosha Nationalpark

14.06. – auf zum Etosha Nationalpark. Morgens ein knappes Frühstück, Abbauen und dann los. Wie jeden Morgen erst mal versucht, den Anschnallgurt von der falschen Seite zu holen. Aber das ist immer eine gute Erinnerung an den Linksverkehr und dann klappt es für den Rest des Tages. Auch beim Schalten wird mittlerweile automatisch die linke Hand benutzt nachdem anfänglich doch oft die rechte gegen die Türverkleidung stieß. 🙂

Unterwegs machen wir einen Stop in Outjo zum Tanken, Frühstücken mit leckerem Kuchen und noch mal Geld abheben. Dann fahren wir weiter zum Etosha Safari Camp 10 Km südlich vom Südeingang des Etosha Parks – dem Anderssen Gate. Gegen 13:00 Uhr sind wir im Okaukuejo Restcamp und kaufen unsere Eintrittstickets, dann geht es los. Wir fahren die Wasserlöcher der Gegend ab und sehen Zebras, Giraffen, Springböcke, Steinböcke, Gnus, Strauße und einen Schakal. Dazu jede Menge Elefantendung, nur die Verursacher blieben uns heute noch verwehrt. Aber wir haben ja noch 2 Tage. Gegen kurz nach 17:00 Uhr verlassen wir den Park, der zum Sonnenuntergang gegen 17:20 Uhr seine Tore schließt. Im Camp gehen wir im Restaurant essen und genießen einen schönen Abend mit Livemusik, einem Gemisch aus afrikanischer Musik und englischsprachigen Klassikern.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Springböcke Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Oryx im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Oryxherde Etosha Nationalpark

Pirschfahrt im Etosha Nationalpark

Der nächste Tag beginnt früh. Wir verlassen das Camp um 6:10 Uhr und stehen um 6:20 Uhr am Gate des Etosha Parks. Nach ein paar Minuten des Wartens öffnet der seine Pforten. Wir starten direkt mit unserer Pirschfahrt durch den Park und bereiten uns erst gegen 10:00 Uhr ein Frühstück im Halali Restcamp. Die nächste Pause gibt es dann gegen 14:30 Uhr im Nanutomi Restcamp auf der Ostseite, es gibt Brote. Ansonsten cruisen wir den ganzen Tag durch den Park und werden reichlich belohnt. Zu allem,  was wir gestern gesehen haben kommen noch hinzu: Weißes Nashorn,   Elefanten, Kudu, Kuhantilope (Wasserbock) und ein  stattliches Löwenmännchen.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Etosha Nationalpark Sonnenaufgang

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Eingang in den Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Löwe im Etosha Nationalpark

Gekrönt wird der Tag von einem Elefanten, der ca. 40 Meter von uns entfernt an einer Wasserstelle badet und trinkt. Alex rutscht (wieder) das Herz in die Hose, weil er zunächst auf uns zukam, wie eine Weile zuvor schon ein riesiger Elefantenbulle, der alleine unterwegs war. Aber dann ging er einfach ins Wasser und lies sich nicht weiter stören. So ein schöner und friedvoller Anblick.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Elefant am Wasserloch im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia trinkender Elefant im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Elefant im Etosha Nationalpark

Gegen 16:00 Uhr machen wir uns dann auf zu unserem Camp. Wir verlassen den Park durch das Von Lindequist Tor und direkt dahinter geht es zur Onguma Lodge and Camp, wo wir auf der Tamboti Campsite nächtigen werden. Zuvor genießen wir aber mit Kaminfeuer und Blick auf die leider nicht besuchte Wasserstelle ein sehr leckeres Abendessen. Wir bekommen nach dem Abendessen noch die Einweisung, welche Lichter wir dann bitte ausmachen sollen, nachdem wir gefragt wurden, ob wir noch etwas trinken wollen. Das Personal will offensichtlich zur Farmer’s Midnight, also um 21:00 Uhr, im Bett sein. Ist aber völlig okay, verständlich, dass für uns zwei nicht unbedingt die Sperrstunde hinausgeschoben werden muss.

Atemberaubende Wildtierbeobachtungen im Etosha Nationalpark

16.06. – wieder stehen wir früh auf. Um 6:45 Uhr fahren wir in den Park und starten unsere Tour, die nur durch eine Frühstückspause und später eine kurze Kaffeepause unterbrochen wird und dann gegen 15:00 Uhr endet. Wieder sehen wir viele Tiere. Besonders Zebras, die es scheinbar im Park am Meisten gibt. Aber auch Giraffen und Elefanten gibt es viele. Als wir gegen 14:00 Uhr die Hoffnung auf ein weiteres Nashorn oder gar eine Großkatze aufgegeben haben, sehen wir dann doch noch mal ein weißes Nashorn. Hätten wir es nicht gesehen wären wir wohl reingefahren, weil es dann vor uns die Straße überquert hat. Einfach toll! Kurze Zeit später sehen wir noch mal Elefanten. 2 stehen direkt an der Straße und wir warten erstmal, wie sich die beiden bei den Autos vor uns verhalten. Sonst ist der Park ziemlich leer und wir sind schon mal eine Stunde gefahren, ohne anderen Autos zu begegnen. Hier sind wir dann doch froh, dass 3 vor uns sind. Alex ist trotzdem sehr nervös (um es mal milde auszudrücken) während Martin den Elefanten beobachtet und befindet, dass er nicht droht, zumal er weiter Grünzeug in sich hineinstopft. Also ganz langsam dran vorbei. Aber wenn so ein Riese keine 10m von einem entfernt steht ist einem einfach mulmig. Er lässt uns vorbeiziehen, aber nicht ohne uns genau zu beobachten. Wir sind froh, haben aber das gleiche Spiel nach 500m noch mal. Fast etwas zu viel des guten – aber auch ein wahnsinniges Erlebnis.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Nashorn im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Elefantenherde im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Elefantenbeobachtung im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Wildtier im Etosha Nationalpark

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Zebraherde im Etosha Nationalpark

Wir verlassen den Park etwas wehmütig gegen 15:00 Uhr und fahren zum Camp, da wir für 16:00 Uhr einen Sundowner Game Drive, also eine Sonnenuntergangs-Pirschfahrt, innerhalb des Onguma Wild-Reservats gebucht haben. Das Onguma Reservat ist ein privates Reservat,   das direkt an den Etosha Nationalpark  angrenzt und eine Lodge und mehrere Campsites auf dem Gelände hat. Es ist  ein tolles Erlebnis, wenn wir auch keine neuen Tiere sehen – ja, die Leoparden, die es hier gibt,  zeigen sich leider nicht. Armstrong, der Guide, erzählt uns sehr viel über das  Reservat und auch den Etosha Park, während wir einen Sonnenuntergangs-Imbiss mitten im Reservat einnehmen. So erzählt er zum Beispiel, dass es über 1000 Nashörner im Park gibt – immerhin haben wir 2 davon gesehen. 🙂

Den Abend beschließen wir wieder mit einem Abendessen im  Restaurant – Martin gönnt sich noch mal ein perfektes Oryx-Steak. Am 17. schlafen wir mal etwas länger und verlassen das schöne Onguma gegen 8:30 Uhr. In Tsumeb fahren wir dann erstmal in eine Werkstatt, das Auto zieht seit einer Weile nach links und die Spur muss eingestellt werden. Zum Glück geht es schnell und nach 1,5 Stunden ist das erledigt und der Tank wieder voll. Allerdings zieht das Auto immer noch nach links. Naja, wird schon für den Rest der Fahrt reichen, bevor das Profil des Reifens vorne rechts runter ist. Aber wir haben ja auch noch die 2 Reservereifen.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Schakal im Etosha Nationalpark

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Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Sonnenuntergang im Etosha Nationalpark

Lesen Sie morgen mehr über die atemberaubende Selbstfahrer Reise durch Namibia und was unsere Kunden Martin und Alex auf dieser spannenden und abenteuerlichen Reise durch eines der schönsten Länder Afrikas noch erlebten.

Herzliche Grüße
Ihr Team von Afrikascout