Namibia Selbstfahrer Reise – Ein Reisebericht unserer Kunden Alexandra und Martin Teil 4

Weiter geht es über Grootfontein nach Rundu, wo wir in der Nähe auf der Campsite der Hakusembe River Lodge zelten werden. Das letzte Zelten auf dieser Reise.

Über Grootfontein in Richtung Caprivi

Die Fahrt heute ist mal ganz anders als sonst. Wir sind die kompletten ca. 350 km auf geteerten Straßen unterwegs und auch sonst wandelt sich der Anblick sehr vom trockenen und staubigen Namibia in ein immer bewaldeteres und grüneres Namibia, je mehr wir uns dem Bereich der Flüsse nähern, die immer Wasser führen. Allerdings stellen wir leider auch fest, dass es hier um Rundu, anders als im sonst so sauberen Namibia, an den Straßenrändern total vollgemüllt ist. Da kann man nur hoffen, dass die Boom-Town Rundu das bald in den Griff bekommt. Die Lodge liegt direkt am Kavango, wie die Leute hier den Okavango, der dann in Botswana im Okavango Delta versickert, nennen. Auf der anderen Seite des Flusses ist Angola.

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Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Kavango

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Kavango Fluss

Wir relaxen am Nachmittag etwas und Martin genießt den Pool für sich allein. Später dann auf der Terrasse des Restaurants direkt am Fluss erleben wir einen fantastischen Sonnenuntergang, dazu hört man Buschtrommeln. Was für ein stimmungsvoller Moment. Das feine Dinner – Buffet gibt es dann drin, auf der Terrasse ist es leider zu kalt.

Weiterfahrt nach Divundu und zu den Popa Falls im Caprivi

18.06.: was für eine kalte Nacht. Die Windschutzscheibe des Autos ist leicht gefroren. Aber im Zelt war es okay. Nach der kalten Nacht in Sesriem waren wir ja kleidungstechnisch gut gerüstet. Weniger gut gerüstet ist vor allem Martin gegen Hähne, die sich ab 5:00 Uhr morgens lautstark unterhalten – wie es scheint sogar über den Fluss hinweg. Scheinbar können sich namibische und angolanische Hähne gut verständigen. Etwas später stimmen noch die Kühe ins Konzert ein – da ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Trotzdem ist der Campingplatz und die Lodge ein traumhafter Ort. Nach Frühstück am Campingplatz und Kaffee in der Loge brechen wir auf, heute sind es nur rund 250 km zur nächsten Bleibe, der Riverdance Lodge in der Nähe von Divundu.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Fahrt nach Divundu

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Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Kühe in Afrika

Wir fahren aber gleich weiter zu den Popa Falls in Divundu, wo ein kleines Restaurant zum Verbleib an den Stromschnellen einlädt. Wir gönnen uns einen Kaffee an diesem schönen Plätzchen, bevor wir weiterfahren zum Mahango Game Park, der seit einigen Jahren Teil des Bwabwata Nationalparks ist. Es gibt hier Löwen, Leoparden und Geparden – leider halten sie sich alle gut versteckt, so dass wir abziehen, ohne auch nur ein Kätzchen gesehen zu haben. Dafür sehen wir aber viele andere schöne Tiere, unter anderem die seltene Sable Antilope und die Flusspferde. Wir fahren anschließend zur Lodge, freuen uns auf das was kommt, ohne wirklich zu wissen, was uns erwartet – außer dass es kein Zelt ist.

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Als wir dann nach der Begrüßung unser Chalet betreten, können wir es kaum glauben, so schön und luxuriös. Terrasse mit Blick auf den Okavango, sogar Badewanne und Dusche haben Blick auf den Fluss. Und über dem riesigen Bett, himmelbettgleich eingehüllt in ein Moskitonetz, kann man einen LED-Sternen-himmel einschalten. Und dabei lauscht man vom Bett aus dem sanften Rauschen des Flusses. Wie paradiesisch!

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Lodge mit Blick auf den Okavango

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Badewanne

Besuch des Bwabwata Nationalparks

Am Morgen des 19. wollen wir noch mal früh los, so bestellen wir das Frühstück auf 6:30 Uhr. Das Aufstehen fällt schwer, da die Nacht sehr kalt war und es somit auch in unserer Hütte sehr kalt ist. Als wir um 6:30 Uhr da ankommen, wo wir dachten, dass es das Frühstück gibt, werden wir zu unserer Verwunderung zum Bootssteg runter gebeten. Wir trauen unseren Augen kaum: auf dem Boot ist das Frühstück für 2 gedeckt. Wir nehmen Platz und bekommen schon einmal Kaffee, warten dann noch etwas, bis unser Rührei gebracht wird, dann legen wir ab und machen eine Sunrise-Cruise stromaufwärts. Kaum zu glauben – die Lodge hat uns damit einfach mal so überrascht, weil wir gerade die einzigen Gäste sind. Was für ein herrliches Erlebnis!

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Frühstück auf dem Boot

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Sonnenaufgang am Kavango

Nach dieser frühen Bootstour fahren wir in die Buffalo Core Area des Bwabwata Nationalparks. Irgendwie hoffen wir ja immer noch, die großen Katzen zu sehen. Wir cruisen für gut 3 Stunden durch das tolle Gelände, das hauptsächlich durch Wald und Grasland nahe des Okavango führt. Wir sehen einen Leberwurstbaum, dazu ein Krokodil, Büffel, viele Antilopen und auch wieder Elefanten. Letztere auf dem Rückweg, eine Herde hat sich links und rechts des Weges verteilt und eine große Elefantenkuh schaut nicht so amüsiert zu uns rüber. Wir sind dann sehr damit beschäftigt zu beraten, wie wir uns verhalten und vergessen glatt, noch ein Foto zu machen. Wir entscheiden uns für den Rückwärtsgang, drehen an einer geeigneten Stelle und fahren einen Umweg. Der Weg war sehr schmal und wir hätten keine Chance gehabt, an den Elefanten vorbei zu kommen, zumal wir quasi durch die Herde hätten fahren müssen. Sowas lässt man lieber.

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Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Sausages Baum

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia kleiner Junge am Kavango

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Büffelherde am Kavango

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Elefant Kavango

Am Nachmittag chillen wir ein Stündchen auf dem Sonnendeck unseres Chalets, bevor es zur Sunset-Cruise wieder auf den Fluss geht, dieses Mal stromabwärts. Leider teilen wir das Boot mit einer etwas blöden Gruppe und fühlen uns gleich an das Buch „Hummel Dumm“ erinnert. Die Tour ist toll, wir sehen Hippos, kleine Krokodile, einen Elefanten und sogar Fischotter. Dazu einen Seeadler und viele andere Vögel. Und der Sonnenuntergang ist wieder einmal fantastisch, zumal wir ihn auf dem Wasser erleben.

Kurz danach ist schon wieder Zeit für das Abendessen, das wie schon am Abend zuvor wieder ganz fantastisch schmeckt. Diese Lodge ist wirklich ein traumhafter Ort.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Sunset Cruise am Kavango

Und schon morgen geht es zum letzten Teil unseres Reiseberichts „Selbstfahrer Reise durch Namibia. Lassen Sie sich überraschen, was für tolle Eindrücke und Erfahrungen Martin und Alex in den letzten Tagen ihrer Reise durch Namibia sammeln konnten.

Möchten Sie auch gerne als Selbstfahrer durch Namibia reisen? Dann kontaktieren Sie uns doch einfach unter: safari@afrikascout.de

Herzliche Grüße
Ihr Team von Afrikascout