Namibia Selbstfahrer Reise – Ein Reisebericht unserer Kunden Alexandra und Martin Teil 5

20.06. – schon wieder Zeit, abzureisen. Nach dem Frühstück wollen wir aber noch eine Tour ins nahegelegene Dorf Mamono machen um einen Eindruck davon zu  bekommen, wie die Leute hier leben.

 

 

Das Volk der Kavango

Die Angestellten aus der Lodge kommen aus dem Dorf und 2 davon wirklich toll und wir lernen unglaublich viel über das Leben hier und auch über die Leute, die zum Volk der Kavango gehören. Wir schauen uns auch noch die Schule und die Klinik genannte Notfallversorgungsstation an und lernen in den Gesprächen, dass das Land alles der Allgemeinheit gehört und die Lodge z.B. das Land nur langfristig mieten kann, aber kein Land gekauft werden kann.

Dazu müssen die Angestellten ebenfalls so weit wie möglich aus lokalen Leuten bestehen. Die Tour hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt. Nach einem Kaffee in der Lodge brechen wir gegen 12:30 Uhr auf und verlassen den Caprivi-Zipfel oder besser gesagt die Sambesi-Region, wie das Gebiet neuerdings genannt wird und es geht wieder in die Kalahari.

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Nach gut 4 Stunden Fahrt, die Alex uns wieder mit der Lektüre von „Hummel Dumm“ verkürzt, erreichen wir die Fiume Lodge und Game Park in der Nähe von Grootfontein. Wir werden nett empfangen und sehen beim Sundowner-Drink am Wasserloch des Wildparks Eland-Antilopen. Diese größte Art der Antilopen haben wir noch nicht gesehen. Ansonsten ist es sehr ruhig auf dieser schönen Lodge, wir sind gerade die einzigen Gäste. Der Koch erzählte uns, dass es touristisch gerade eher mau ist, da viele wegen der Ebola-Hysterie wohl nicht nach Afrika kommen. Dabei ist Europa auch nicht weiter weg von den Ebola-Gebieten als Namibia. Verrückt!

21.06. – auf geht es zur letzten Station unserer Reise, die uns als perfekter Ort zum entspannten Ausklingen lassen der Reise angekündigt wurde. Wir sind gespannt. Auf dem Weg dorthin schauen wir uns aber in der Nähe von Grootfontein den Hoba Meteoriten an. Der größte bekannte Meteorit der Erde, ein 50 Tonnen schwerer Klotz, ca. 3x3x1m groß und hauptsächlich aus Eisen bestehend, sehr imposant. Gegen 13:30 Uhr kommen wir auf der Frans Indongo Lodge in der Nähe von Otjiwarongo an und beziehen den Bungalow Nr. 11. Die Lodge liegt in einem privaten Wildpark und ist wirklich ein sehr schöner Ort mit einer tollen Einrichtung. Da kann man sich nur gleich wohl fühlen. Dazu sehen wir von der Terrasse aus am nahen Wasserloch auch noch die seltene Roan-Antilope und auch andere Antilopen, die zum Teil im Galopp zum Wasserloch preschen. Ein tolles Schauspiel im wunderschönen Dämmerlicht kurz nach Sonnenuntergang.

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Unsere letzte Station: der Waterberg

22.06. – für unseren letzten Tag haben wir die Wahl zwischen Geparden-Schutzstation und dem Waterberg. Wir entscheiden uns für letzteres. Der Waterberg ist ein Tafelberg mit bedeutender Geschichte. Hier haben die deutschen Truppen 1904 den Herero-Aufstand niedergeschlagen und wohl den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts begangen. Kein schöner Teil der deutschen Geschichte im ehemaligen Deutsch- Südwestafrika. Der Waterberg ist heute ein Nationalpark, der vergleichsweise viel Eintritt kostet, mit 170 NAM$ (ca. 12€) genauso so viel wie der Tageseintritt für 2 Personen mit Auto im Etosha, nur das der wesentlich mehr zu bieten hat. Am Waterberg wird auch sehr deutlich, dass man sich nicht allzu viel Mühe macht, die Wegweiser lesbar zu halten. Das war leider schon im Etosha so.

Am Waterberg führte es dazu, dass Martin auf der Wanderung zum „Mountain View“ den falschen Weg gelaufen ist und so nie oben ankam. Egal, die Wanderung war trotzdem schön. Dazu gibt es noch Klippschliefer zu sehen, ein Tier, das wir bisher noch nicht hatten. Alex konnte leider wegen des kranken Fußes nicht mit.

Den Nachmittag verbringen wir ein wenig am Pool, bevor Martin noch mal zu einer kurzen Wanderung in der Umgebung der Lodge aufbricht. Diese führt auf einen nahegelegenen Hügel, von dem man einen schönen Blick auf das Umland und den Waterberg hat. Außer Fliegen und Vögeln sieht er aber keine Tiere, nur deren Fußspuren und den Dung. Und zum Schluss hört er noch das Heulen der Schakale.

Pünktlich zum Sonnenuntergang ist er wieder da und genießt diesen zusammen mit Alex auf dem Aussichtsturm der Lodge. Die Umgebung wird in ein tolles Licht getaucht. Anschließend gibt es als Sundowner einen Gin-Tonic. Nach dem wieder sehr leckeren Abendessen gibt es noch eine Gesangseinlage des Personals auf Oshiwambo, der traditionellen Sprache der Owambo, zu denen der größte Teil der Belegschaft und auch der Besitzer der Lodge gehört.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Erdmännchen am Waterberg

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Klippschliefer am Waterberg

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Gräber am Waterberg

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Gedenktafel am Waterberg

Tourende einer atemberaubenden Selbstfahrer Reise durch Namibia

23.06. – der Tag der Abreise ist gekommen. Sehr schade. Wir verlassen die Lodge gegen 10 Uhr. War wirklich schön hier und das Personal hat einen mit seiner guten Laune wirklich toll umsorgt. Wir machen uns auf in Richtung Windhuk, wo wir gegen 14:00 Uhr in der Mall ankommen. Alex will sich dort ein Kopfkissen kaufen…was auch sonst?…so tolle Kopfkissen gibt es in Deutschland halt nicht…sagt sie. Wir haben ja eh viel Zeit, insofern passt das. Wir essen auch eine Kleinigkeit und fahren dann zu Namvic Tours & Safaris, um unseren Nissan NP300 Hardbody abzugeben. Der Pick-Up hat uns über 4700km gut durch das Land gebracht. Das Auto wird gecheckt und uns wird bescheinigt, dass wir gut damit umgegangen sind. Anschließend werden wir zum Flughafen gebracht, wo wir dann rund 4 Stunden auf unseren Flug warten.

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Sonnenuntergang in Afrika

Afrikascout Selbstfahrer Reise Namibia Aussicht Waterberg

Zweieinhalb Wochen in einem traumhaft schönen Land mit sehr netten Menschen liegen hinter uns. Unsere Tour war von Afrikascout toll geplant und organisiert. An keiner der Unterkünfte hatten wir etwas auszusetzen, obwohl es natürlich Highlights gab.

Und nun sitzen wir in der Boing 767 von Condor, bemalt mit Janosch-Motiven, und fliegen durch die Nacht in Richtung Heimat.