Reisebericht zu meiner Malawi und Sambia Reise Teil 3: WUNDERSCHÖN HIER!

(Aufgrund von wenig Empfang kann ich heute leider nur ein Bild hochladen…)

Es ist 23 Uhr. Ich sitze auf der Terrasse meines wunderschönen Chalets der Kafunta River Lodge im South Luangwa Nationalpark in Sambia und habe ein Problem: Ich weiß nicht, womit ich den heutigen Blog beginnen soll. Von vorn würde ihm nicht gerecht und da ich ja immer so viel schreibe, hätte ich auch Sorge, dass jemand ihn nicht bis zum Schluss lesen würde…

Also, beginne ich einfach von hinten. Manchmal ist alles so einfach, wenn man nicht so viel drüber nachdenkt oder? Genau das ist heute eh mein persönliches Thema. Vor 3 Tagen hatte ich noch Mega Stress, viele Sorgen, fühlte mich völlig ausgebrannt und habe mich gefragt, wie ich wohl diese Reise meistern würde in der Verfassung in der ich war. Und heute Nacht sitze ich hier und frage mich, wie es passieren konnte, dass ich mich so überhaupt habe fühlen können…

Nach nur 2 Tagen in Afrika bin ich wieder ich selbst. Und das ist keine Art von blödem Werbespruch. Das ist die Wahrheit.

Alle Sorgen sind vergessen und ich spüre wie mein Körper zur Ruhe kommt. Das doofe daran ist: ich war so unter Volldampf – und bin jetzt so schnell und stark runter gefahren, dass mein Hirn damit garnicht klar kommt. Schreiben funktioniert,… Aber der englischen Sprache bin ich derzeit nicht wirklich mächtig – was hier in der Runde heute schon für ordentliche Lacher gesorgt hat, denn meine beiden jungen Mitreisenden Kolleginnen aus Holland sind sehr fit darin und ich merke, dass sie eh noch viel mehr Power haben als ich derzeit. Selbst die Himmelsrichtungen habe ich heute völlig neu definiert! „Das ist unterhalb von München! Noch viel weiter Richtung Norden …“ Worauf dann die berechtigte Frage kam: „Wie Richtung Norden? München ist doch im Süden?“ äh…. Ja genau 🙂 Süden. Meinte ich ja auch!!! „Und dann mehr westlich!“ — ich werde mit großen Augen angeschaut… „Du meinst nach Osten oder?“ Ahja… Richtig… Oh man. Die zwei denken sicher, ich bin entweder total durchgeknallt oder einfach nur nicht ganz so intelligent :-)))

Egal. So verrückt es klingt: Ich freue mich darüber, denn es ist ein Zeichen, dass mein Körper beginnt, sich auf die afrikanische Zeit umzustellen. Kennt ihr den Spruch: Gott gab den Menschen die Zeit und den Europäern die Uhr?

Da ist viel Wahres dran!

Vor meinem Balkon ist immer noch schwer was los! Da wird gezirpt, geplätschert, gezwitschert, laut kauend Gras gemampft… Fledermäuse schwirren umher (in meiner Dusche übrigens auch. Das war sehr witzig, denn ich dachte es wären riesen Motten und dabei waren es nur Fledermäuse :-)) die haben sich mehr erschrocken als ich und schnell das Weite gesucht. Die Hippos hier sind besonders laut. Neben lautem Gras rupfen und kauen, plätschern sie herum und unterhalten sich. Alle paar Minuten „lacht“ die ganze Gruppe los. So zumindest hört es sich an, wenn Hippos kommunizieren. Als hätte jemand einen Witz erzählt und alle lachen sich kaputt.

Auf der Ballustrade hockt eine echt große Gottesanbeterin. Ich kann ganz nah an sie heran um mir anzuschauen wie sie aussieht. Mit großen Glupschaugen schaut sie zurück. Und vorhin… Da habe ich die wirklich größte Grille ever gesehen!!! Kein Wunder dass es hier so laut ist. Wenn die so riesig sind. So groß wie meine Hand. Wirklich wahr. Ein Amerikaner der hier ebenfalls zu Besuch ist fand das garnicht so prickelnd. Er sieht zwar aus wie einer von den Goldgräbern aus Alaska,… Ein Mann wie ein Bär… Aber schiss vor ner Grille :-)) ich hab mich fast weggelacht vorhin.

Das Abendessen war wieder mal viel viel zu gut und bestand wie das Mittagessen aus 3 Gängen. Morgen habe ich mich daher für eine etwas weitere Hose entschieden… Bevor es „eng“ wird. Wieder frage ich mich, warum ich alles probieren musste. Und noch dazu so viel… Antwort: weil es eben so lecker war. Ging nicht anders.

Auf unserer Pirschfahrt haben wir gesehen:

– ein Rudel Wilddogs direkt vor uns. 6 Stück (zur großen Freude von Nicole, die sich das so sehr gewünscht hatte)
– eine große Elefantenherde im Licht der tiefen Nachmittagssonne
– Unzählige Giraffen direkt vor unserem Auto
– Paviane
– Antilopen verschiedenster Art
– Zebras
– Buschbaby im Dunkeln
– nochmal unzählige Vögel
…. Etc… Etc… Etc…

Und dazu grandiose Landschaften in faszinierendem Licht.

Für unseren Sundowner (ich hatte Gin Tonic den ich sehr mag) haben wir direkt am Luangwa Fluss angehalten. Atemberaubend schön! Was anderes fällt mir dazu gerade nicht ein. Zeitlos. Nicht greifbar. Wie in einem Film… Als wäre ich garnicht wirklich da… So wunderschön war es.

Besucht haben wir außerdem heute das Croc Valley Camp und das Track and Trail Camp am Luangwa. Damit wir uns anschauen können, was am besten zu den Reisen passt, die wir bald in unserer Programm aufnehmen werden.

Während der Fahrt ab Lilongwe bin ich mal kurz eingeschlafen geb ich zu… Wir waren 4 Std. unterwegs inkl. Grenzüberschreitung. Das war ne richtig gute Zeit. Aber mir fielen einfach mittendrin mal die Augen zu… Damit ich heute Abend länger fit bin! Das muss der Grund gewesen sein dafür.

Oh? Gerade erledigt ein Hippo draußen vor meinem Chalet sein Geschäft. Wer das schonmal gesehen hat, der weiß wie lustig das ausschaut. Während sie damit beschäftigt sind, wackeln sie ganz doll mit dem Schwanz, damit sich die Poooo überall gut verteilt :-))) das Revier soll größer werden. Gut dass Mein Hund Lucky bisher noch nicht auf die Idee gekommen ist…

Eigentlich wollte ich noch ganz viel schreiben, aber ich bin nun doch zu müde. Morgen werden wir um 5.15 geweckt und da will ich fit sein! Zuerst ist es immer schrecklich so früh aufstehen zu müssen… Aber sobald die Sonne aufgeht und die Lichter sich und die Landschaften verändern… Ist alles entschädigt!

Und da ich den Blog erst morgen mit Wifi hochladen kann… Hören bzw. lesen wir uns erst morgen wieder.

Nachtrag: habe geschlafen wie ein Stein und bin nun topfit! Auf geht es in einen neuen und aufregenden Tag.