Südafrika – Rundreise durch KwaZulu-Natal – Tag 7: KwaZulu-Natal, Natal-Midlands, Mindlands Meander Route, Nelson Mandela Capture Site, Durban, Frankfurt am Main

Meine erste Afrikareise
Ein Reisebericht von Michaela Schmidt

Rundreise durch KwaZulu-Natal oder:
Vom Indischen Ozean durch den tiefsten Busch auf die Höhen der Drakensberge wieder hinab durch die märchenhaften Natal-Midlands

Tag 7 und das Ende meiner ersten Afrikareise
An meinem letzten Tag in Südafrika genoss ich noch einmal den wundervollen Sonnenaufgang – ja, dafür hab ich mir gern um kurz nach vier Uhr den Wecker gestellt. Es hieß nun Koffer packen und nach dem Frühstück: Abfahrt Richtung Durban. Über die Midlands Meander Route fuhren wir durch die Natal-Midlands.
Beim Anblick dieser Landschaft  fühlte ich mich an nord- und  mitteleuropäischen Täler und Weiten mit grünen Hügeln und üppigen Weiden erinnert.
Midlands
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Entlang der Midlands Meander Route hat man so einiges zu erleben und zu bestaunen: märchenhaft biegen kleine Pfade ab zu den Shops, Restaurants, Museen, zu begabten Künstlern, die ihr Können unter Beweis stellen, Farmen, Weingütern, Bäckereien und Käsereien. Man sollte definitiv mindestens einen ganzen Tag für diese zauberhafte Durchfahrt einplanen oder gleich eine oder mehrere Übernachtungen in einem der vielen tollen Gästehäuser oder urigen Hotels, die an schottische Cottages erinnern und wo man jeden Moment damit rechnet, dass die sieben Zwerge um die Ecke schauen, buchen.
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(Granny Mouse Country House in den Natal-Midlands)
Mein letztes Reiseziel erreichte ich zur Mittagszeit: die Nelson Mandela Capture Site in der Nähe von Howick. Ein erster Rundgang durch ein kleines Museum bereitete mich auf das Verständnis für Leben und Werk dieses großen Afrikaners und die Besonderheit dieses Ortes vor. Hier wurde Mandela festgenommen und an dieser Stelle hat er vorerst das letzte Mal Freiheit gespürt, bevor er 27 Jahre hinter Gittern verbringen musste. Über einen schmalen Fußweg marschiert man vom Museum weiter bergab auf seltsam geformte Eisenstäbe zu, die sich an einem bestimmten Punkt ganz in der Tiefe des Weges als das Profil Mandelas zeigen – sehr faszinierend und über den Weg nach unten sehr erkenntnisreich! Auch wenn man das Ziel noch nicht sehen kann, sollte es doch klar sein und verfolgt werden! „Nicht immer ist der Weg das Ziel, sondern einfach das Ziel das Ziel – ganz egal, wie hart der Weg auch immer sein mag!“, dachte ich so bei mir, als ich Mandelas Biografie reflektierte.
Nelson Mandela Capture Site
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Derzeit wird in der Nähe des alten Museums an einem großen Apartheid-Museum gebaut, das dem großen Bruder in Johannesburg bald in nichts nachstehen wird. http://www.apartheidmuseum.org Ich freue mich drauf, erwarte viel und plane den erneuten Besuch schon in meine nächste Reise durch KwaZulu-Natal ein!
Schnell kam ich den Provinzen Durbans näher. Circa 12 Stunden später hatte mich das zu der Zeit trübe und neblige Deutschland in der hektischen Vorweihnachtszeit wieder.

Persönliche Gedanken, ein kritisches Fazit und ein munterer Apell zu meiner ersten Afrikareise:
Afrika als noch relativ unbekanntes Territorium kam für mich vor dieser Reise immer weniger als mögliches Reiseziel in Betracht. Zu viele negative Nachrichten in den hiesigen Medien sorgten auch nicht unbedingt dafür, mich genauer mit diesem Kontinent als Reiseziel zu beschäftigen. Über Afrika dachte ich somit häufig im weltpolitischen Kontext nach oder machte mir über die Probleme hinsichtlich der schwierigen medizinischen, sozialen, kulturellen oder religiösen Lage Gedanken. Es war für mich quasi auszuschließen, dass ich dort meinen Urlaub verbringen wollte. Meine Urlaube verbrachte ich beschaulich am europäischen Mittelmeer, wenn es denn mal ‚weiter weg‘ gehen sollte. Und vielleicht auch dreimal am gleichen Ort, weil man sich dort auskennt und sicher fühlt. Gelangweilt habe ich mich dann schon beinahe chronisch immer ab dem zweiten Urlaubstag. Heute ist mir klar, dass mich die Angst lähmte und die Entscheidung gegen einen Afrikaurlaub beeinflusste.

Aber: Was ist das Gift unserer heutigen Zeit? Die Angst!

Dem Wunsch, gegen meine Angst und gegen meine angstbedingten Entscheidungen zu agieren, ja wieder aus der Lähmung herauszukommen und Dinge, die mich interessieren (bspw. die großartige afrikanische Tier- und Pflanzenwelt, die fremden Kulturen und Völker oder atemberaubenden Landschaften) zu entdecken, folgte für mich die Notwendigkeit, diese Reise zu unternehmen. Mit dem Ziel, mich wieder lebendiger, unterhaltener, mutiger und schlauer als zuvor zu fühlen, machte ich mich also auf den Weg….

Und es hat funktioniert: Hätte ich schon früher gewusst, welche Bereicherung diese einwöchige Reise für mein Leben, meine Einstellung und meine Entscheidungen war, hätte ich schon früher den Flieger nach Johannesburg genommen. Aber ich wusste es nicht und die Angst hatte mich lange Zeit fest im Griff!

Aus aktuellem Anlass könnte man einmal fragen: Wer kann schon die Flucht vor angsteinflößenden Umständen kritisieren, wenn man noch niemals den Mut dazu aufgebracht hat, der eigenen Angst zu entfliehen und bewusst dagegen anzugehen? Kompetent und fair darf das in beschriebenem Fall wohl niemand, aber jeder hat es selbst in der Hand, Du hast es in Deiner Hand: Komm der Welt über ein bewusstes Verständnis Deiner Angst, des resultierenden Grolls, der Lähmung und mit einer gesunden Portion Mut etwas näher und lerne sie besser zu verstehen!

Damit meine ich nicht, dass Afrika das Beispiel für das sorgenfreie Paradies ist. Eine Afrikareise sollte, meiner Auffassung nach, auch nicht in diesem Sinne gestartet werden. Ängste, in welcher Form auch immer sie sich einen parasitären Platz in unserem Unterbewusstsein geschaffen haben, sind vorhanden und es ist wichtig, sie zu erfassen damit man sich mit ihnen befassen kann. Und dann, wenn Du sie immer mehr und mehr loslassen kannst, weil Du Dich ihr entgegenstellst, beginnt das Abenteuer, welches dein Leben und dein Gefühl für Glück, Toleranz und Freiheit verändern wird! Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Zuversicht hinsichtlich der Wirkung und des Nutzens eigener Handlungen bekommen mehr Klarheit und erwecken ein neues Gefühl von notwendiger Aktivität im Kampf für eine bessere Welt. Mein Tipp lautet somit: Bekämpfe Deine Angst, starte Dein Afrika-Abenteuer und stöbere beispielsweise auf https://www.afrikascout.de/suedafrika-best-of-in-20-tagen-lodgetour!

> Wie kann man Dich herausfordern?
> Woran willst Du wachsen?
> Was möchtest Du endlich einmal in der Realität sehen und hast Dich bis jetzt noch nicht dazu aufraffen können?

Nutze die freundliche und kompetente Beratung unserer Scouts Alex, Hümi, Daniela und Sabine, die Dir durch ihre vielen glücklichen, abenteuerlichen, aufregenden und wundervollen Afrikareisen und tollen Reiseberichte die Entscheidung leichter machen und hilfreich bei der für Dich idealen Reiseplanung Deiner ersten Afrikareise zur Seite stehen können! Wir Afrikascouts freuen uns schon sehr auf Dich!

„It always seems impossible until it’s done!“
Nelson Mandela (1918 – 2013)