Südafrika – Rundreise durch KwaZulu-Natal – Tag 1: Durban, KwaZulu-Natal, Indischer Ozean, Isimangaliso Wetland Park, St.Lucia

Meine erste Südafrika Reise.
Ein Reisebericht von Michaela Schmidt

Rundreise durch KwaZulu-Natal oder: Vom Indischen Ozean durch den tiefsten Busch auf die Höhen der Drakensberge wieder hinab durch die märchenhaften Natal-Midlands

Tag 1
Nach einem angenehmen Nachtflug landete ich am frühen Morgen in Johannesburg in Südafrika. Hier erwarteten mich angenehm warme Temperaturen, die Luft roch nach Abenteuer und ich war mir blitzschnell darüber im Klaren, dass ich endlich dem Schmuddelwetter der letzten Tage in Deutschland entkommen bin: nebeligen, dunklen Dezembertagen folgten jetzt klare, sonnige und wohlig warme Sommertage. Die Wettervorhersage auf dem großen Monitor am Airport ließ meine Vorfreude schon zu Beginn weiter wachsen: Sonne, Temperaturen bis 37 Grad Celsius (am Indischen Ozean mit einer ordentlichen steifen Priese super angenehm). So gefiel mir das!

Über einen Anschlussflug kam ich dann in der Großstadt Durban an. In den Vorabinformationen wurde die Stadt als „sehr busy“ beschrieben. Dies erweckte in mir die Angst, mich bei meinem ersten Besuch nicht zurechtfinden zu können. Das Gegenteil war der Fall: im Vergleich zu Frankfurt war die Abfertigung wirklich problemlos und wichtige Zwischenziele gut beschrieben und schnell zu finden. Also: erste Zwischenstation des ersten Tages mühelos erreicht! Voller Abenteuerlust und dem Drang, gleich in den ersten Momenten alles Neue zu entdecken, machte mir die Weiterreise auf vier Rädern dann trotz langem Flug überhaupt nichts aus. Auf rund 170 km ging es weiter entlang der Küste und durch für mich neue Landschaften bestimmt durch Zuckerrohranbau und unwirklich erscheinende Eukalyptuswälder. Einen kurzen Mittagsstopp legte ich direkt am wunderschönen Indischen Ozean ein. In Salt Rock lud der Spa- und Beachclub „Canelands“ an KwaZulu-Natals Delfinküste gelegen zu einer kurzen Inspektion der Zimmer ein und stellte in Form eines hauseigenen Mittagessen seine Küche vor. Die Lage in direkter Strandnähe mit toller Außenterrasse, der blaue Himmel, der blaue Ozean und der warme, aber dennoch erfrischende Wind ließen mich an einen Südseeausflug im 5-Sterne-Bereich erinnern.

Die Lage dieses Strandhotels ist hervorragend: ein paar Minuten entfernt von der Haupteinkaufsstraße in Ballito, eine kurze Stranddistanz zu den felsigen Pools und steinigen Buchten, durch die Salt Rock zu Berühmtheit gelangte und in Nähe zum neuen King Shaka International Airport in Durban gelegen.

Die Zimmer sind modern eingerichtet, die Bewirtung hervorragend und das Essen definitiv empfehlenswert (kurzer Auszug aus meiner Speisenkarte: Beef fillet, mozzarella and onion wrap served with chips, Dessert: malva pudding, custard and ice cream, yummy!). Das Abendessen auch mal als landestypisches BBQ ist bei wundervollem Sternenhimmel auf der Außenterrasse des Hotels durchführbar und hat einen festen Platz in der wöchentlichen Cuisine. Der SPA-Bereich ist im angrenzenden Gebäude integriert und bezaubert durch selbst hergestellte Beautyprodukte. Daumen hoch für den Canelands Beach Club & Spa!

Markt St. Lucia
Gestärkt und ein wenig verwöhnt trat ich am Nachmittag dann die Weiterreise an. Nächstes Reiseziel und somit Ziel für den heutigen Tag: St. Lucia. Die kleine Stadt St. Lucia, mit dem anliegenden Isimangaliso Wetland Park, hat von der ersten bis zur letzten Minute meines Aufenthaltes meine Seele verzaubert. In typischer Nordküstenromantik KwaZulu-Natals mit den hohen in voller roter Blüte stehenden Royal Poinciana, den kleinen Kunsthandwerks- und Lebensmittelmärkten an der Hauptstraße mit den vielleicht besten Mangos, die ich bis dato gegessen habe und einem Klima, das Lust auf das Leben in der Natur und am Wasser macht. Kurz nachdem ich diesen wundervollen Boden betrat, um mich an den Anlegestellen für die Bootssafari-Touren umzusehen, begrüßte mich ein großer Nilpferdbulle mit tosendem Gebrüll. Danke für das herzliche Willkommen! Das Interesse an der für den nächsten Tag geplanten Bootstour stieg damit enorm. Meine Unterkunft für diese Nacht, die Umlilo Lodge, liegt direkt in St. Lucia. Von der Straße wirkt die Lodge eher versteckt und abgeschottet. Dies dient der Sicherheit, denn nicht unüblich kann man in Hauptstraßennähe schon einmal auf ein hungriges Nilpferd treffen, das sich nachts an den leckeren saftig gewässerten Wiesen der Lodges labt. Die Anlage hinter den Zäunen überraschte dann aber in positiver Hinsicht: erinnernd an ein kleines botanisches Tropenparadies mit hohen Palmen inmitten und den hölzernen Pfaden zu den einzelnen Zimmern versprüht die Umlilo Lodge auf Anhieb ein heiteres, frisches und abenteuerliches Flair.

Umlilo Lodge St. Lucia
Das Besitzerehepaar versteht sich auf Gastfreundlichkeit und an Komfort fehlt es nicht. Die Zimmer sind en Suite und verfügen über bequeme Doppelbetten und TV. An separate kleine Cottages erinnernd besitzt jedes Zimmer eine eigene kleine Veranda und schließt direkt an das kleine Tropenparadies in der Mitte der Anlage an. Häufig servieren die Besitzer das Abendessen als BBQ, speisen mit den Gästen und geben das Gefühl, nicht zahlender, sondern geladener Gast zu sein. Das Essen und die Weine sind von guter Qualität und bedienen internationalen Standard; das Frühstück ist großzügig und schmackhaft.

Abenteuer 1:
Durban, KwaZulu-Natal, Indischer Ozean, Isimangaliso Wetland Park, St.Lucia

Unterkunft:
Umlilo Lodge, 4-Sterne-Unterkunft, St. Lucia

Tag 2 meiner genialen Reise folgt in Kürze!

Euer Afrikascout
Michaela