Tansania | Sansibar: Tauchen wie im Paradies auf Pemba Island

Sansibar Archipel Strand mit Dhows, Mafia Island, Pemba

Ein Highlight im Anschluss an Ihre Tansania-Safari: Das Tauchparadies Pemba Island

Zugegeben, Pemba zu erreichen, ist kein Katzensprung. Es ist nicht ganz billig und es dauert ein bisschen. Aber genau deshalb ist dieses Taucherparadies vermutlich nach wie vor ein Geheimtipp vor den Küsten Tansanias. Pemba gehört zum Insel-Archipel Sansibar, gemeinsam mit Unguja (der Hauptinsel, die oftmals Sansibar genannt wird) und Mafia Island. Die Insel ist nur 22 km breit und 679 km lang. Sie ist fruchtbarer und grüner als die Hauptinsel und bekannt vor allem für die Gewürznelken – und eine traumhaft schöne Unterwasserwelt. Pemba ist touristisch weniger erschlossen als Sansibar, weshalb man hier in aller Ruhe einen der besten Tauchspots der Welt erkunden kann. Perfekter kann man eine Safari in Tansania nicht ausklingen lassen! Allerdings sollte man schon etwas Taucherfahrung mitbringen.

Pemba, die grüne Insel im indischen Ozean

Auf der fruchtbaren Insel wachsen dichte Mangrovenwälder, Reisfelder, unzählige Mangobäume und insgesamt eine dichte tropische Vegetation. Vorgelagerte kleine Inseln sind umgeben von eindrucksvollen Tauchrevieren. Das Wasser ist im Schnitt zwischen 24 und 27° C warm. Arabische Händler nannten die hügelige Insel früher „al-Dschazira al-Chadra “ – die grüne Insel. Pemba wird aber auch „Nelkeninsel des Indischen Ozeans“ genannt: Es heißt, hier wachsen rund 4 Millionen Nelkenbäume, manche von ihnen sollen über 100 Jahre alt sein. Der Legende nach verpflichtete der Sultan im 19. Jahrhundert jeden Einwohner Pemba, drei Nelkenbäume zu pflanzen. Er liebte den Duft, wenn er gelegentlich auf einem Segelschiff vorbeifuhr oder einen Jagdausflug auf Pemba unternahm. Darüber hinaus machten die Nelken Sansibars Händler und den Sultan reich.

Nelken Pemba Sansibar Archipel

Nelken sind eines der Markenzeichen von Pemba Island                                      © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Der Zauber der Insel – ist er echt?

Weitere Legenden ranken sich um die Voodoo-Vergangenheit der Insel. Vor allem in Ostafrika kennt man Pemba als Zentrum für traditionelle Medizin und Hexerei.  1931 nannte der britische Schriftsteller Evelyn Waugh  Pemba in seinem Reisebericht „Remote People“ (Deutsch: „Befremdliche Völker seltsame Sitten“, Eichborn-Verlang, 2007) eine Hochburg der schwarzen Magie und Hexerei. Hexenmeister aus Haiti seien um die halbe Welt gereist, um die Voodoo-Geheimnisse Pembas zu erfahren. Und Novizen kämen bis von den großen Seen im Inneren Afrikas, um die Voodooo-Praktiken zu erlernen.

Auch heute noch kommen Menschen aus Sansibar, Tansania, Kenia und sogar von weiter her aus Uganda und dem Kongo nach Pemba, wenn sie Heilung für spirituelle, psychische oder physische Probleme bei den waganga oder mganga, den Medizinmännern und Hexenmeistern, suchen. Die Rituale waren früher ausschließlich Einheimischen vorbehalten. Inzwischen können auch Touristen-Gruppen einen Hexenmeister gegen eine entsprechende Gebühr besuchen.

Das unbekannte Tauchjuwel vor Tansania

Tauchen oder Schnorcheln vor Pemba Island, im tropisch warmen Indischen Ozean, ist einfach perfekt, um eine Tansania-Safari ausklingen zu lassen. Erkunden Sie die abwechslungsreiche Unterwasserwelt mit tausenden Arten tropischer Fischen und anderer exotischer Meeresbewohner. Schnorcheln Sie in wundervollen Korallengärten und staunen Sie über das kristallklare Wasser. Pemba bietet nicht nur unberührte und wunderschöne Korallenriffe, sondern auch steile Kliffs, die zum Teil bis zu 800 m tief abfallen. Überhängende Steilwände, große Fischschwärme und eine Sichtweite von bis zu 40 Metern – ein wirklich ausgezeichnetes Tauchrevier und Schnorchelparadies. In den tiefen Gewässer des Pemba Channels zwischen Kenia und Pemba sind vor allem Hochsee-Fische zu finden. Wegen der Tiefe und auch der Strömungen sollte man etwas Taucherfahrung mitbringen.

Unterwasserwelt Indischer Ozean - Sansibar, Mafia, Pemba

Unterwasserwelt im Indischen Ozean vor Sansibar, Pemba und Mafia Island        © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Aktivitäten, Ausflugsziele und Tipps

Wer nach seiner Safari in Tansania etwas Erholung und Ruhe sucht, ist auf Pemba goldrichtig. Hier können Sie nicht nur wunderbar tauchen und schnorcheln, sondern auch entspannt am Stand die Sonne genießen und die wunderschöne tropische Natur erleben. Unternehmen Sie Bootsausflüge, segeln Sie in den traditionellen Dhows  oder beobachten Sie mit etwas Glück sogar Wale und Delfine.

Delfine beobachten im Indischen Ozean vor Sansibar, Mafia und Pemba

Delfine beobachten im Indischen Ozean vor Sansibar, Mafia und Pemba

  • Das Lied der Buckelwale
    Mit etwas Glück können Sie im Juli, August und September sogar Wale vor Pemba beobachten: Die Buckewale ziehen durch den Pemba Channel nach Sansibar und weiter Richtung Süden. Meist kann man einzelne Männchen und Mütter mit ihren Kälbern beobachten.
  • Walhaie in Pemba beobachten
    Die Walhaie lassen sich von November bis März beobachten, am besten im Januar und  Februar.
  • Pemba/ Mesali Island (Marine Park)
    Unternehmen Sie eine Unterwasser-Safari auf Mesali Island, einem umwerfend schönen Meereschutzgebiet. In den geschützten Riffen lebt eine wunderbar große Bandbreite an Meeresbewohnern. Die Korallen ziehen Fische wie Haie und Rochen an. Auf der Insel können Sie Höhlen und wunderschöne Sandstrände entdecken. Ein perfektes Ziel für einen Tagesausflug.
  • Pemba/ Ngezi Forest
    Im Norden vom Pemba befindet sich der Ngezi Forest – ein natürlicher Regenwald mit vielen Vögeln und Affen.  Erkunden Sie ihn mit einem einheimischen Safari-Guide, der Ihnen die Highlights dieses Waldes zeigt.
  • Pemba Flying Foxes – die Flughunde von Pemba
    Die Flughunde von Pemba  – große Fledermäuse, die Früchte essen – können Sie am besten im Kidike Sanctuary for Flying Foxes beobachten.  Ein Guide führt Sie durch den Wald, in dem mehrere tausend dieser Tiere leben, die eine Flügelspannweite von bis zu 70 cm erreichen.
  • Pembas Hauptstadt Chake Chake und Pembas Museum
    Die größte Stadt auf Pemba Island ist Chake-Chake. Hier finden Sie Banken, Internetcafes und hübsche kleine Läden. Auch das Museum von Pemba befindet sich hier und erzählt von früheren archäologischen Funden und der maritimen Geschichte der Insel.

Weitereise von Tansania nach Pemba Island / Anreise

Möchten Sie im Anschluss an Ihre Safari in Tansania ein paar erholsame Tage auf Pemba verbringen? Wir kombinieren Ihre Tour gerne mit einem Anschlussurlaub auf Pemba Island. Die Weiterreise vom Festland in Tansania erfolgt mit dem Flugzeug, in Pemba begrüßen Sie dann Mitarbeiter Ihrer Lodge am Flughafen,

Beste Reisezeit für Pemba Island

Die beste Zeit ist in den Trockenmonaten zwischen Juni und und Anfang März, danach beginnt die Regenzeit.

Sie möchten Ihre Tansania-Reise mit einem Aufenthalt auf Pemba Island kombinieren? Sprechen Sie uns an! Hier finden Sie unsere Privatsafaris in Tansania.

Und wenn Sie einen noch lebendigeren Vorgeschmack bekommen möchten, dann entführen wir Sie gerne für 10 Minuten mit diesem Film nach Sansibar und Tansania!
https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=R0ss34j536w

Mehr lesen zu Sansibar in unserer Sansibar-Reihe:

1. Tansania und Sansibar
2. Die Gezeiten mit Ebbe und Flut auf Sansibar
3. Jozani Forest und Affen auf Sansibar
4. Die beste Reisezeit für Sansibar und Gewürzfarm-Ausflug
5. Stone Town Ausflug mit Shopping-Tipps und Sehenswürdigkeiten
6. Die Nachbarinseln von Sansibar: Das Sansibararchipel aus Unguja, Pemba und Mafia
7. Im Detail: Der Zauber von Pemba Island
8. Im Detail: Geheimtipp Mafia Island