The Rhino Ride – ein wichtiges Projekt zum Schutz der Nashörner

Haiger Juli 2015. Schon zum zweiten Mal seit 2014 cruisen André Banard Jnr. und seine Teamkollegen von „The Rhino Ride“ aus Südafrika mit Motorrädern durch Europa. Aber nicht, wie viele nur aus purer Freude am Motorradfahren – nein diese smarten Herren sind auf einer wichtigen Mission: ihre Tour hat zum Ziel, Menschen auf die verheerende Situation der Wilderei in Afrika aufmerksam zu machen und möglichst viele Unterstützer zu finden. In diesem Jahr mit dabei: Gavin Green

Als sich André Barnard Jnr. und Gavin Green vor circa zehn Jahren – beide aus der Tourismusbranche stammend, kennen lernten, bemerkten beide schnell einige Gemeinsamkeiten: die Liebe zu ihrem Land und die Liebe zu den dort lebenden Wildtieren ließ sich auf gemeinsamen Motorradtouren perfekt verbinden. Aus einer Leidenschaft wurde schnell eine Lebensaufgabe, denn beiden wurde es Jahr für Jahr zuwider, mit ansehen zu müssen, wie sich die Zahl der in Afrika lebenden Nashörner aufgrund von Wilderei verringerte.

Waren es im Jahr 2010 schon 333 getötete Nashörner so stieg die Zahl im Jahr 2014 auf 1020 auf bestialische Weise abgeschlachtete Tiere. In Nacht- und Nebelaktionen seilen sich Wilderer aus Hubschraubern ab, betäuben die imposanten Dickhäuter und schneiden ihnen auf grausame Weise das Horn heraus und verschwinden wieder – die verstümmelten Tiere lassen sie danach qualvoll verenden. Das Horn eines Nashorns gilt vor allem in Asien als ein Wundermittel; der Kilopreis wird auf 60.000 US-Dollar geschätzt und somit ist klar, dass es sich hier nicht um einzelne Täter sondern um gut organisierte Verbrecher mit neustem Equipment handelt.

Vor zwei Jahren beschlossen André und Gavin dann, nicht länger tatenlos zuzusehen und riefen das Projekt „The Rhino Ride“ ins Leben. Gesagt getan. Schon im ersten Jahr (2014) starteten sie eine große Tour durch Deutschland und das angrenzende Ausland um Partner und andere Reiseveranstalter aus der Tourismusbranche für dieses Projekt und den Erhalt der Tierwelt Afrika´s zu sensibilisieren.

Afrikascout und Rhino Ride Team

Durch die Unterstützung von Afrikascout mit Sitz in Haiger, Stuntfahrer Dirk Manderbach, der in Niedereschach ansässigen Firma Touratech, der Motorradbekleidungsfirma IXS und vielen weiteren, ist es nun für „The Rhino Ride“ ein zweites Mal möglich, auf die Mißstände der Wilderei in Afrika aufmerksam zu machen. Die diesjährige Tour führt André und Gavin durch Deutschland, Österreich und die Niederlande – bis zu vier Termine pro Tag werden von beiden durchgeführt. Um schnell vor Ort zu sein und um kostbare Zeit zu sparen, hat ihnen die Firma Touratech eine R1200 GS LC und eine R 1200 GS Adventure zur Verfügung gestellt; und auch für Herbert Schwarz, selbst großer Afrikafan, war es selbstverständlich, dieses Projekt schnell und tatkräftig zu unterstützen.

Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Projekten weltweit ist „The Rhino Ride“ ein transparentes Projekt, dessen Philosophie darin besteht, Geldspenden eins zu eins an die von André und Gavin Green ausgesuchten Stiftungen zu übergeben. Beide finanzieren ihre Reisen nach Deutschland aus eigener Tasche und auch auf kostenintensive Marketingkampagnen wird verzichtet – alle Spenden fließen 1:1 direkt in die Stiftungen.

Zum einen haben sich André und Gavin für das in Eastern Cape ansässige Rhino Reserve „Chipenbere Rhino Foundation“ in der Region Amakhala entschiede. Hier laufen jegliche Spenden in die Ausbildung spezieller Hunde, die Umsiedlung der Nashörner in geschütztere Gegenden sowie Tierärzte, Tierpfleger, ausgebildete Ranger, Spezialfahrzeuge und vieles mehr.

Die zweite Stiftung namens „Next Generation Conservation“, die von „The Rhino Ride“ ebenfalls unterstützt wird, hat ihren Sitz in Namibia. Die Arbeit von „Next Generation“ besteht aus der Überwachung des Landes Namibias vom Luftraum aus. Unbemannte, auf höchstem Standard ausgestattete Drohnen fliegen über die Weiten Namibias, um„Wilderer“ ausfindig machen. Ist dies der Fall, leiten diese sogenannten Drohnen eine Warnmeldung an die Zentrale von Next Generation und es wird so schnell wie möglich alles in die Wege geleitet, um die Wilderer zu ergreifen.

RHINO_Afrikascout_Team_2015

André Banard Jrn. und Gavin Green haben sich beide Stiftungen mit besonderer Sorgfalt ausgesucht – ihnen ist es äußerst wichtig, eine direkte Hilfe leisten zu können. Dank Unternehmen wie Touratech, die ihre Unterstützung in der kostenlosen Bereitstellung der Motorräder samt Equipment und IXS, welche die komplette Motorradkleidung stellte, ist es beiden möglich, ihre Vision dieses Tierschutzes zu verwirklichen. Monatelane Vorausplanung für die Tour 2015 konnte dank der schnellen kompetenten Hilfe und Beratung durch Afrikascout, Dirk Manderbach, Touratech und IXS auf wenige Tage reduziert werden.
„The Rhino Ride“ wird noch bis Mitte August durch Deutschland touren, um möglichst vielen Unternehmen die Dringlichkeit zum Schutz der Nashörner zu erläutern. und hoffentlich auch viele weitere Unterstützer zum Schutz dieses faszinierenden Kontinents zu finden.

Möchten Sie ebenfalls dieses wertvolle Projekt mit Geldspenden unterstützen, dann informieren Sie sich einfach unter:

The Rhino Ride

Viele Grüße
Ihr Team von Afrikascout