Tier- und Naturschutz

Sehr geehrte Kunden und Freunde von Afrikascout.

Als Veranstalter und Reisevermittler von Afrikareisen sehe ich es als unser aller Verantwortung, diesen wundervollen Kontinent, das heißt konkret: seine Tier- und Pflanzenwelt sowie seine Bewohner zu schützen.

Im Speziellen auch vor der Ausbeutung durch den Tourismus der natürlich in großem Umfang ein Rolle spielt.

Sie als Kunde und wir als Veranstalter und Reisevermittler haben eines gemeinsam: Wir lieben Afrika!

Zusammen haben wir eine enorme Macht und können Prozesse aktiv mitenscheiden.

Dies sollten wir nutzen, um diesen wundervollen und oft atemberaubend schönen Kontinent
auch in 10, 20, 30 etc. Jahren noch unseren Nachkommen zeigen zu können.

Statistiken die uns allen frei zugänglich sind, zeigen jedoch schlimme Prognosen für die Zukunft.

Schon bald werden viele Tierarten die wir alle kennen und heute noch bewundern dürfen,
ausgestorben sein.

Naturvölker werden ihrer Fähigkeiten mit der Natur und in der Natur frei zu leben beraubt.
Lebensraum von Tier und Mensch wird zerstört durch Industrie, Geldgier und oft auch Unwissenheit.

Schuld am Leiden von Mensch, Tier und Natur sind oft wir selbst: Der Mensch!

Geld und Macht sind es, die Afrika verändern. In Dimensionen, die uns Afrikaliebhabern die Tränen in die Augen treiben.

Aber müssen wir – diejenigen die die Schönheit Afrikas genießen wollen – dies unterstützen? Auf keinen Fall!

Wir – Afrikascout – wollen Ihnen eine Welt zu zeigen, die so völlig anders ist, als man
es von Industrienationen kennt. Eine Tierwelt, die so unfassbar vielfältig und oftmals endemisch ist. Ebenso wie Pflanzenarten, die es sonst nirgends auf unserem Kontinent zu finden gibt.
Kulturen, die zurück gehen bis zu den Anfängen der Menschheit…

Wie in jeder Branche gibt es leider auch im Afrika Tourismus Menschen, die ihr Geld mit
der Ausbeutung der Tier-, und Plfanzenwelt und auch der dort lebenden Völker verdienen!

Es reicht diesen Menschen nicht, Ihnen als Reisenden die natürliche Schönheit Afrikas zu zeigen. Sie wollen Ihnen das „wilde Afrika“ vorführen. Hautnah! Mit allen nur möglichen Mitteln.

Ist das aber notwendig? Mit allen Mitteln?

Muss man als Tourist mit Löwen spazieren gehen und mit Ihnen „kuscheln“ als wären es Haustiere?

Muss man auf Straußen reiten, wo man weiß, dass schon nach ca. 5 Mal reiten deren Knochen brechen und sie dann getötet werden?

Muss man auf afrikanischen Elefanten reiten oder den Rüssel mit seiner Hand festhalten, wo jeder der einen TV hat und ab und zu mal reinschaut weiß, dass dies bedeutet, vorher dessen Willen brechen zu müssen!?

Dies sind nur die schlimmsten Verbrechen an der Tierwelt die der Tourismus sich „leistet“ für die Bespaßung seiner Kunden. Und zu diesen Kunden gehören auch SIE.
Und hier sagen wir – Afrikascout – ganz eindeutig: „Nein. Mit uns wird dies nicht mehr der Fall sein!“

Es ist uns sehr bewußt, dass wir als kleines Unternehmen nicht viel gegen diese Übermacht der wir gegenüber stehen ausrichten können. Es ist uns sehr bewußt, dass viele uns belächeln werden für diese Aussage, da jeder weiß, wie schwer es nachzuvollziehen ist in wie weit wir dieser Aussage Pflicht zollen.

Jedoch ist es mir als Gründerin und Inhaberin von Afrikascout sehr viel wichtiger, jeden Morgen in den Spiegel sehen zu können und sagen zu können: „Unser kleines Team wird alles tun, damit Sie! unser Kunde – aufgeklärt sind. Damit SIE informiert sind. Damit SIE sich am wilden Afrika erfreuen. Und NUR am wilden Afrika.“

AFRIKASCOUT möchte sie dazu bewegen, aktiven Tierschutz zu betreiben und zu verstehen, wie wichtig SIE als Tourist und Besucher jedes einzelnen Landes für ganz Afrika sind.

Ich bitte Sie daher heute sehr: Unterstützen Sie unseren Weg.
Schauen Sie mit uns in eine lohnenswerte Zukunft, auf die wir alle stolz sein können.

Vermeiden Sie Aktivitäten während Ihrer Reise, die die Lebensqualität, die Ehre, das Leben von Mensch und Tier einschränken.

Als Beispiele seien nochmals die schlimmsten genannt:

Bitte streicheln Sie keine Baby-Löwen oder Geparden!
Es sind wilde Tiere und sie sind nicht zum Streicheln auf unserer Welt! In dem Augenblick, wo Sie einen Baby-Löwen streicheln, sind Sie auch hier für seinen Tod verantwortlich, denn er wird nicht immer so klein und niedlich bleiben. Er wird wachsen und zu gefährlich werden um mit ihm zu kuscheln. Er wurde seiner Mutter
als Baby entzogen und mit der Flasche aufgezogen um sich an Menschen zu gewöhnen! Um die Scheu zu verlieren. Er hat, wenn er zu groß zur Bespaßung geworden ist zwei Möglichkeiten:

1. Er wird an eine Jagdfarm verkauft, wo er aufgrund der fehlenden Scheu vor Menschen von irgendeinem reichen Menschen ganz leicht aus ein paar Meter Entfernung erschossen wird, um seinen Kopf als Trophäe mit nach Hause nehmen zu können.

2. Er kommt in eine Art „Zoo“ und man nutzt ihn, um Ihnen erzählen zu können, er würde ausgewildert. Fakt ist jedoch: Man kann einen Löwen dieser Art nicht mehr auswildern. Er spielt wie eine Katze mit seiner Beute… tötet sie und lässt sie liegen, da er ja abends in seinem „Stall“ eh etwas zu fressen bekommt. Eine grausame Sache die wir bereits live gesehen haben.

Bitte reiten Sie auf Straußenfarmen nicht auf den Tieren!
In dem Moment, wo Sie auf einen Strauß steigen, um „lustig“ mit ihm durch die Gegend zu reiten und vielleicht ein „lustiges“ Foto zu machen, sind Sie bereits – so schlimm wie es sich anhört – für seinen baldigen Tod verantwortlich, denn dieses Tier leidet unter jedem Ritt und seine Hüften halten im Durchschnitt nur ca. 5 Ritte aus.

Bitte reiten Sie nicht auf Elefanten!
In dem Moment, wo Sie auf einen Elefanten steigen, um auf ihm zu reiten, sollte Ihnen eine Sache unbedingt bewußt sein: Der afrikanische Elefant ist das größte Landsäugetier unserer Erde. Er wurde von der Evolution garantiert nicht dazu bestimmt, dass wir Menschen auf ihm reiten um unseren Spass zu haben, um ein paar „tolle“ Urlaubsfotos zu bekommen. Dieses Tier
ist eines der intelligentesten und sensibelsten Wesen auf unserer Erde. Er hat stark ausgeprägte Sinne, die bis heute nicht zu 100% erforscht sind, weil sie so kompliziert sind. Er kann Dinge fühlen, zu denen wir Menschen nicht in der Lage sind. Er ist ein wildes Tier und leidet
extrem unter der Ausbeutung des Tourismus. Um auf einem wilden Elefanten reiten zu können, haben wir vorher seinen Willen gebrochen. Ist es dieser eine Ritt wert? Dieses eine Foto? Sitzend und winkend auf einem Elefanten?
Nein. Ist es nicht.

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WIR KÖNNEN SIE NUR BITTEN:
Bedenken Sie dies, wenn man Ihnen eine solche Aktivität oder ähnliches für noch dazu sehr viel Geld anbieten will. Es ist eine Art „Blutgeld“ das Sie zahlen.

Lassen Sie uns GEMEINSAM für diesen wundervollen Kontinent da sein!

Wir sind nicht klein. Gemeinsam sind wir groß.

Zusammen können wir sehr viel Leid verhindern und weiterhin allen Besuchern Afrikas die Augen für den Schutz der Natur und der Lebewesen darin öffnen.

Wenn wir heute damit beginnen, dann wird es sich auszahlen.

Wir danken Ihnen bereits heute sehr.

Im Namen vom gesamten Afrikascout Team und den Menschen und Tieren vor Ort in unserem geliebten Afrika

Sabine Kastner
Inhaberin und Geschäftsführerin der AFRIKASCOUT GmbH & Co. KG