Usambara Berge in Tansania: Trekking im Naturparadies

Usambara Mountains - Usambara Berge mit Afrikascout

Entdecke das „afrikanische Galapagos“! Die Usambara Berge in Tansania sind ein weitgehend unberührtes Naturparadies und – was nur wenige wissen – eine der artenreichsten Regionen der Welt!

Auf wunderschönen Trekkingtouren kannst du hier zahlreiche einzigartige und endemische (das heißt, sie leben bzw. wachsen nur hier!) Arten entdecken. Gleichzeitig wanderst du durch eine Art Freiland-Apotheke voller Naturkräuter und Heilpflanzen.

Uralt: Die Usambara Mountains im Nordosten von Tansania

Die Usambara Mountains gehören zur Bergkette der Eastern Arc Mountains, die geschätzte 200 Millionen Jahre alt ist – die Bergmassen existierten also schon, als es auf der Erde nur einen einzigen großen Urkontinent gab, genannt „Pangaea“. Er war umgeben von einem großen Ozean, der „Panthalassa“ genannt wird. Erst später formten sich die heutigen Landmassen und einzelnen Kontinente. Und die Usambara  Mountains waren live dabei und können uns davon erzählen. Zumindest den Geologen unter uns, die aus den Gesteinsschichten entsprechende Infos herauslesen können. Hier befinden sich Reste von Regenwäldern, die seit rund 30 Millionen Jahren existieren. Das Gebirge wird durch ein Flusstal in die kleineren östlichen und die größeren westlichen Usambara Berge getrennt (East Usambara Mountains/West Usambara Mountains).

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Ein grünes, nahezu unberührte Naturparadies

Die Usambara Mountains gehören mit 2.800 Pflanzenarten zu den artenreichsten Regionen der Welt, viele der Arten sind endemisch und sind nur hier zu finden – das Usambara-Veilchen dürfte mit Sicherheit eine der bekanntesten sein. Ein deutscher Kolonialbeamter hat es übrigens Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Zu den Tierarten, die es fast nur hier gibt, zählen 130 Schmetterlingsarten, 25 Reptilien und 12-Vogelarten wie der Usambara-Uhu, der grüne Waldsteigerfrosch und das Stummelschwanzchamäleon.

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Durch das Usambara Gebirge wandern in Tansania

Eindrucksvolle Gipfel, versteckte Wasserfälle, exotische Tiere: Die Usambara Berge eignen sich ganz wunderbar für schöne Tageswanderungen durch Plantagen und Waldgebiete zu verschiedenen Aussichtspunkten. Die Wanderwege sind kaum begangen und wunderschön. Als Ziele bietet sich zum Beispiel der Irente Aussichtspunkt an (Irente View Point) – von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Masai Ebene (Trockensavanne), die das Usambara Gebirge umgibt. Wer die Tour noch um die Aussichtspunkte Kambe und Kwa Mkeke erweitert, ist insgesamt rund 6 Stunden unterwegs. Vom Word View Point aus kann man mehr als 1.500 Meter in die Tiefe blicken – vorausgesetzt, man ist schwindelfrei.

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Lage: So erreicht man das Usambara Gebirge

Eine Trekkingtour in den Usambara Mountains lässt sich zum Beispiel prima einbinden, wenn man nach einer Safari im Northern Circuit auf dem Weg zur Küste unterwegs ist. Oder man macht einen erholsamen Abstecher auf einer Fahrt von Arusha nach Dar es Salaam bzw. dem Southern Circuit. Am einfachsten erreicht man die Usambara Berge von Moshi aus: Die Strecke führt etwa 250 km über eine asphaltierte Straße.

Karte der Usambara Mountains - Usambara Berge mit Afrikascout

Die Geschichte der Usambara Mountains

Die frische und kühle Bergluft hat schon früh Bewohner und Siedler angezogen – die frühesten Spuren lassen sich rund 3.500 Jahre zurückdatieren in die Stein- bis Eisenzeit.
Vor etwa 2.000 Jahren wanderten Banto aus dem Kongobecken ein. Sie vermischten sich mit den ursprünglichen Bewohnern zum Volk der Shambaa, die bis heute die Usambara-Berge bewohnen.

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Vom Löwenkönig bis zu deutschen Siedlern

Über deren frühe Geschichte ist nicht viel bekannt – die Überlieferungen beginnen mit König Mbega im 17. Jahrhundert. Er formte aus den unterschiedlichen Völkern auf den Usambara-Bergen eine starke Nation. Sein Enkel Kinyashi sicherte das Königreich gegen benachbarte Stämme mit verstärkten militärischen und politischen Strukturen.  Kinyashis Sohn Kimweri, genannt Simba Mwene (Löwenkönig) schließlich machte die Shambaa zum mächtigsten Volk zwischen Sansibar und den Königreichen im Gebiet der großen Seen.
Wichtige europäische Forscher trafen sich mit dem König im 19. Jahrhundert. 1862 starb Kimweri, sein Nachfolger wurde Semboja. Er wehrte sich erfolgreich gegen eine Annektion der Deutschen. Erst nach seinem Tod 1895 nahmen die Deutschen die Usambara-Berge ein.

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Und so ließen sich auch ehemalige deutsche Siedler in der Kolonialzeit in den Usambara-Bergen nieder, angezogen vom kühlen und malariafreien Klima. Davon zeugen noch immer die ein oder anderen Überbleibsel wie Schilder, Klöster oder Verwaltungsgebäude. Die Disktrikthauptstadt Lushoto der West Usamabara Mountains hieß zum Beispiel früher „Wilhemlstal“. Die Siedler legten große Farmen, Plantagen und Missionsstationen an.

Geschütztes, unberührtes Naturparadies

In dieser Zeit wurden für die Plantagen und Anlagen große Teile des Urwalds gerodet. Bis in die 1980er Jahre gab es hier ein Sägewerk, dass die finnische Regierung mit finanzierte. Später engagierte sich Finnland jedoch für den Schutz und die Erhaltung des Lebensraums. Heute ist man sich des unschätzbaren biologischen Wertes der Usambara Berge bewusst. Es gibt viele Initiativen für Sanften Tourismus, Umwelt- und Naturschutz.
Einige Gebiete sind heute streng geschützt, um die uralten Bergregenwälder mit ihren seltenen, oft endemischen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Usambara Berge Tansania mit Afrikascout

Safari, Aktivurlaub und Trekking in Tansania

Hier findest du deine Traum-Safari in Tansania! Und wenn du Tansanias traumhaft schöne Natur nicht nur im Safari-Fahrzeug, sondern auch zu Fuß erkunden möchtest, legen wir dir einen Trekking-Tour in den Usambara-Bergen wärmstens empfehlen. Gerne stellen wir eine entsprechende Reise ganz nach deinen Vorstellungen für dich zusammen. Die Usambara-Berge sind übrigens nicht das einzige lohnende Trekking-Ziel für Aktivurlauber in Tansania! Auch das Ngorongoro-Hochland lockt mit wunderschönen Wanderouten. Und nicht zu vergessen, der Traum vieler Bergsteiger: der Kilimanjaro. Ob Bergbesteigung bis zum Gipfel oder einfach eine schöne und unvergessliche Trekkingtour – der Kilimanjaro ist immer eine Reise wert!
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