Von Tansania nach Sansibar: Die beste Reisezeit und ein Ausflug in eine Gewürzfarm

Wann ist die beste Sansibar-Reisezeit? Eine Frage, die uns oft gestellt wird, wenn es um Sansibar geht. Wann Sie also am besten nach Sansibar reisen und was man alles auf Sansibar unternehmen kann, erzählen wir Ihnen heute – wir nehmen Sie nämlich mit nach Unguja. Denn Sansibar ist eigentlich eine Inselgruppe, zu der neben der Hauptinsel Unguja auch die kleinen Schwesterinseln Pemba und Mafia Island gehören. Wir entführen Sie also heute nach Unguja zu einem Ausflug in eine Gewürzfarm, eine so genannte Spice Tour.

Der perfekte Abschluss für eine Tansania-Safari: Ein paar Tage Urlaub auf Sansibar!

Ein Safari Urlaub in Tansania ist unvergesslich, beindruckend und absolut einzigartig. Aber er ist auch anstrengend – die vielen Eindrücke, die großartigen Erlebnisse, die aufregenden Fahrten im Safari-Fahrzeug… da tut etwas Erholung im Anschluss einfach unfassbar gut. Vor allem, wenn sie nur einen Katzensprung entfernt ist, wie die paradiesisch schöne Insel Sansibar.

Hier gibt es jedoch viel mehr zu entdecken, als die traumhaft schönen Strände, die direkt von einer Postkarte zu stammen scheinen. Neben einem Ausflug zu den roten Colobus-Affen im wunderschönen Jozani Fores ist auch eine Exkursion auf eine der typischen Gewürzfarmen der Insel eines der Highlights von Sansibar. Als Tansania-Fans und Sansibar-Liebhaber waren wir Afrikascouts auch auf einer solchen Spice Tour dabei. Kommen Sie mit uns?

Reisezeit Sansibar: Ausflug auf eine Gewürzfarm - Spice Tour.

Reisezeit Sansibar: Ausflug auf eine Gewürzfarm – Spice Tour.                       © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Die beste Reisezeit für Sansibar und alles über Sansibars Gewürze und Früchte

Sebastian ist ein wandelndes Lexikon. Er ist unser Guide für die Spice Tour. Und während unser Fahrer den klimatisierten Minivan sicher und geduldig durch Kühe, Fußgänger und entgegenkommende Fahrzeuge steuert, erzählt uns Sebastian während der anderthalbstündigen Fahrt fast die gesamte Geschichte von Sansibar. Auf Deutsch. Denn das hat der gebürtige Sansibari von Touristen gelernt, wie er uns erzählt. So erfahren wir alles über die beste Reisezeit auf Sansibar – Dezember, Januar, Februar, März und Juni, Juli, August, September – und dass es im Sommer, also von Juni bis September, hier eher kalt sei. Damit meint er allerdings Temperaturen um die 29° C. Nun ja – das lässt sich für unsereins hervorragend aushalten.

Da, wo der Pfeffer wächst:
Unterwegs zu einer Spice Tour auf Sansibar

Schließlich sind wir da – den Kopf schon  randvoll mit vielen interessanten Fakten zum Alltagsleben und zur Geschichte von Sansibar. Auf der Tangwizi Gewürzfarm werden wir freundlich begrüßt und Sebastian führt uns gleich zur ersten Pflanze. Es stellt sich heraus, dass sein botanisches Fachwissen mindestens genauso umfassend ist, wie sein geschichtliches. Zu allen Pflanzen, die er uns zeigt und die wir meist auch anfassen und falls möglich probieren können, erzählt er uns außerdem, wofür die Sansibari sie verwenden und gegen welche Beschwerden sie sie einsetzen. Curcuma beispielsweise sei sehr gut gegen Alzheimer, Krebs und Pickel. Dann zeigt er uns die Brotfrucht – sie stammt ursprünglich von den Seychellen, weswegen sie auf Kisuaheli „Shelly Shelly“ genannt wird.

Sansibar Reisezeit: Gewürzfarm Spice Tour Ausflug

Wir dürfen riechen, tasten, schmecken und alles im Palmenblatt sammeln.       © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Schmelztiegel Sansibar:
Einwanderer und Mitbringsel von allen Teilen der Erde

Überhaupt erzählt uns Sebastian, dass die meisten der Gewürzpflanzen ursprünglich nicht von Sansibar stammen, sondern von den verschiedenen Besatzern und Eroberern eingeführt wurden. So brachten die Sultane aus Maskat in Oman die Muskatnuss mit, die wir kurz darauf auch bewundern können. Und sogar mitnehmen – denn wir bekommen von Ali Baba ein kleines „Tütchen“, dass er aus einem Palmenblatt gemacht und mit einer Hibiskusblüte dekoriert hat.

Sansibar Gewürzfarm Spice Tour Litschi

Ganz frisch: Litschi bei unserer Spice Tour auf Sansibar                                      © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Ali Baba ist 17 und arbeitet auf der Gewürzfarm. Er begleitet Sebastian und uns und klettert immer wieder unfassbar schnell auf irgendwelche Bäume, um uns die Früchte herunter zu holen, die Sebastian uns dann probieren lässt. So stammen die Nelkenbäume ursprünglich aus Indien. Kaffee und Kakao wurden von Vasco da Gama aus Südamerika mitgebracht, ebenso wie die Süßkartoffel. Wir sammeln die Kaffeebohnen und Nelkenblüten in unseren Palmentütchen und marschieren tapfer weiter, inzwischen ist es sehr warm  geworden.

Bananenbäume sind die nächste Station. Sebastian erzählt uns, dass es 15 Bananensorten auf Sansibar gibt, von der großen Elefantenbanane über rote Bananen bis hin zu Kochbananen und Mini-Bananen. Wir sehen Avocados, die riesige Yak-Frucht aus Thailand – ihre Früchte werden bis zu 40 kg schwer – Clementinen, die saure Gurkensternfrucht, Mandarinen, die Jodpflanze mit ihrem desinfizierenden Saft, Limetten, Limonengras und Zuckerrohr. An der Pfefferpflanze erzählt uns Sebastian, was es mit den verschiedenen Farben der Körner auf sich hat. Legt man grüne Pfefferkörner in die Sonne, erhält man schwarzen Pfeffer. Lässt man den grünen am Baum reifen, erhält man rote Pfeffekörner. Und schält man die roten Körner, erhält man weißen Pfeffer.

Sansibar Spice Tour Muskatnuss

Fische Muskatnuss bei unsererm Rundgang über eine Gewürzfarm                      © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Gut Ding will Weile haben: Ananas und Vanille

Wir kommen an einer reifenden Ananas vorbei und Sebastian erzählt: „Jede Pflanze hat nur eine Frucht. Und sie braucht sechs Monate, bis sie reif ist.“ Noch länger brauchen Vanilleschoten: Die Blüten müssen erst von Hand bestäubt werden, dann wachsen und reifen sie 12 Monate. „Deswegen sind sie so teuer“, sagt Sebastian.

Sansibar Spice Tour Ananans

Spice Tour auf Sansibar: Ananas                                                                            © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Fazit: Eine Gewürztour auf Sansibar gehört unbedingt auf die To-Do-Liste

Anschließend trinken wir Kokosnusssaft direkt aus der Kokosnuss und bekommen ein sehr leckeres swahilisches Mittagessen serviert. Natürlich gewürzt mit vielen der Gewürze, die wir gerade kennen gelernt haben. Auch der Nachtisch ist uns nun gut bekannt: Alle Früchte haben wir auf unserm Rundgang schon entdeckt. Nach knapp 3 Stunden ist unsere Spice Tour zu Ende. Unsere Tüte ist randvoll gefüllt mit Kostbarkeiten aus der Gewürz-Schatzkammer Sansibar. Und wer mag, kann sich nun noch mit Gewürzen direkt von der Gewürzfarm eindecken oder selbstgemischte Duftöle und Seifen als Souvenir mitnehmen.
Wir steigen wieder in den Van und lauschen auf der Rückfahrt gebannt den Ausführungen von Sebastian, dessen Wissen anscheinend echt keine Grenzen kennt. Wir haben unglaublich viel gelernt heute – und dabei war es lustig, spannend und abwechslungsreich.
Fazit: die Spice Tour auf Sansibar ist eine klare Ausflugs-Empfehlung!

Gewürzfarm-Ausflug Sansibar

Wunderbare Schätze von unserer Spice Tour auf Sansibar/Tansania: Zimtrinde, Kaffeebohne, Litschis, Muskatnuss, Jasminblüten…                                                                                                         © Foto: Afrikascout Sabine Schneider

Sansibar und Tansania erleben mit Afrikascout:
Nachhaltig, erfahren und immer besonders

Sie möchten im Anschluss an Ihre Tansania-Safari ein paar Tage auf Sansibar verbringen? Gerne beraten wir Sie und buchen auch geprüfte und empfehlenswerte Ausflüge wie die Spice Tour für Sie. Wir arbeiten nur mit hochwertigen, bewährten Partnern zusammen, die ebenso wie wir Wert auf nachhaltigen Tourismus legen, Ressourcen schonen und die Natur und Umwelt bewahren wollen.

Entdecken Sie unsere schönsten Reisen nach Tansania und Sansibar. An alle Tansania-Reisen können wir als Baustein gerne einen Aufenthalt ganz nach Wunsch auf Sansibar hinzufügen. Und wenn Sie einen noch lebendigeren Vorgeschmack bekommen möchten, dann entführen wir Sie gerne für 10 Minuten mit diesem Film nach Sansibar und Tansania!