Madagaskar

 

Madagaskar – Naturparadies mitten im Indischen Ozean

Als viertgrößte Insel der Welt gilt Madagaskar als einzigartige Naturschönheit weltweit. Urwälder, Wüsten, Steppen, Hochebenen und Bergregionen stehen im Gegensatz zu einer  5000 km langen Küste mit Palmenstränden und bezaubernden Mangrovenwäldern. Von Trockenzonen im Süden der Insel,  Savannen nördlich und westlich, tropischen Bergwäldern im Osten bis hin zu subtropischen Gebieten im Hochland bietet diese Insel atemberaubende Vielfalt an Flora und Fauna.

Seltene Tierarten wie die Feuchnasenaffen leben auf dieser Insel, sowie viele Schildkröten- und Chamäleonarten. Unzählige Naturparks und Schutzgebiete bieten Touristen unvergessliche Momente. Die meist besuchten Schutzgebiete sind wegen ihrer guten Erreichbarkeit der ca. 12.000 ha große Nationalpark von Mantadia, sowie das 810 ha große Indri-Indri  Schutzgebiet von Analamataotra – beide liegen im Gebiet von Andasibe. Touristen, die eine tolle abwechslungsreiche Fahrt zum Mantadia Nationalpark suchen, sollten am besten den berühmten „Micheline“ Schienen-Bus nutzen. Der Mantadia Nationalpark liegt im dichten tropischen Regenwald und bietet eine Vielzahl an Baumfarnen, Orchideen und medizinischen Pflanzen.

Weltberühmt ist der Masoala Nationalpark im Nordosten Madagaskars. Weltberühmt leider nicht nur durch seine atemberaubende Schönheit, vielmehr auch durch die Abholzung von Rosen- und Ebenholz durch illegale Holzfäller. Der Masoala Nationalpark ist nur per Flugzeug zu erreichen, da viele Straßenverbindungen abrupt enden. Touristen, die einen Besuch in diesem Park vorsehen, sollten unbedingt mindestens einen Monat vorher buchen, da die Flugzeuge oftmals ausgebucht sind. Der Masoala Nationalpark bietet unzählige Attraktionen für seine Besucher. Von geführten Wanderungen, Ausflüge in große Waldgebiete bis hin zu Bootsfahrten und Tauchgängen ist für jeden Geschmack etwas geboten. Aber auch die Fauna dieses Parks ist bestaunlich: verschiedene Lemuren-, Insekten-, und Schmetterlingsarten sowie Buckelwale, Greifvögel und zahlreiche Süßwasserfische können innerhalb dieses Schutzgebietes beobachtet werden. Hinzu kommen noch Korallenarten, Muschelarten, Schildkrötenarten und viele andere der Meeresfauna zugehörigen Lebewesen.

Am eindrucksvollsten und unheimlichsten aber scheint das Naturreservat der „Tsingys“ zu sein. Dieses Gebiet mit seinen bizarren bis zu 30m hohen Kalkfelsformationen, entstanden durch Jahrtausend langen Wind- und Regenerosionen, mit Höhlen, Schluchten und Flüssen ist bis heute in weiten Teilen unzugänglich und kaum erforscht. Selbst die wenigen Einheimischen begegnen diesem Felsmassiv mit seinen messerscharfen Felsspitzen mit viel Respekt. Einige Orte innerhalb dieses Reservats sind Tabu und nur für Auserwählte zu betreten – der Glaube an Orakel und Weissagungen hat hier noch Bestand. Die Tsingys sind überwiegend vegetationslos, riesige von Wasser ausgewaschene Höhlen und kilometerlange Gänge sowie unterirdische Seen und Flussläufe prägen das Bild dieser urzeitlichen Landschaft – die im Übrigen zum Weltnaturerbe gezählt wird. In Begleitung eines erfahrenen Guides können Touristen aus unterschiedlichen Rundgängen und Ausflügen innerhalb dieses Felsmassivs auswählen. Von leichten kleineren Rundwegen bis hin zu kilometerlangen Wanderungen mit Übernachtungen, der Besuch von heiligen Gräbern und unterirdischen Grotten bis hin zu Beobachtungen von Lemuren und anderen Tieren  ist für jedermann etwas geboten. Aber auch private Naturschutzgebiete wie zum Beispiel der Naturpark von Berenty bieten Madagaskar Urlaubern einen wunderbaren Eindruck von dieser bezaubernden Insel.

Politisches und wirtschaftliches Zentrum Madagaskars ist die Hauptstadt Antananarivo, deren Gründung auf das 17. Jahrhundert zurück führt. Rova – der Königspalast von Antananarivo zeugt von einer langen Geschichte des ehemaligen Königreichs. Aufgrund der französischen Kolonialzeit ist das Verkehrsnetz zentral auf die Hauptstadt ausgerichtet. Zentraler Anlaufpunkt für viele nationale wie internationale Flüge ist der Flughafen von Antananarivo. Mit einer Einwohnerzahl von knapp einer Millionen ist Antananarivo die größte Stadt auf Madagaskar. Sehenswert ist unbedingt der alte Königspalast, der Zoo Tsimbazaza mit seinen Lemuren und anderen endemischen Tierarten, sowie der „Zoma“ – Freitagsmarkt, auf dem praktisch so gut wie alles, was die Insel zu bieten hat, gekauft werden kann.

Wer in seinem Urlaub eine Vielfalt an Attraktionen, aber auch Ruhe und Entspannung sucht liegt mit seiner Reise nach Madagaskar vollkommen richtig. Neben Naturattraktionen, wassersportlichen Aktivitäten oder einfach nur Badeurlaub – finden Abenteuer- oder Individualreisende sicherlich das richtige Angebot für den eigenen Geschmack. Dennoch verlangen die oftmals großen Entfernungen  von einem Ort zum nächsten, sowie schlechte Straßenverhältnisse manch Urlauber viel Geduld ab. Belohnt wird man dennoch durch die Schönheit dieser Insel. Durch politische Unruhen in den letzten Jahren ist es ratsam, sich vor seiner Reise aktuelle Informationen über das Auswärtige Amt einzuholen. Ebenso sollte eine Anreise mit einer Segelyacht überdacht werden, da immer wieder Piraten ihr Unwesen rund um Madagaskar treiben…

Das Klima auf Madagaskar ist entlang der Küste tropisch, im Landesinneren sind die Temperaturen gemäßigter. Die beste Reisezeit für Madagaskar liegt in den Monaten von Mai bis Oktober – während der Trockenzeit. In diese Zeit kann man am besten die üppige Vegetation durch die vorangegangene Regenzeit genießen. Während der Regenzeit auf Madagaskar sollten Urlauber auf eine Reise nach Madagaskar verzichten, denn oftmals wird die Insel von heftigen Zyklonen und Gewittern in den Monaten November bis April heimgesucht.

Klimatabelle Madagaskar, Antananarivo

Afrikascout - Klimatabelle Madagaskar