Malawi

Malawi

Afrikascout - Malawi SeeReich an Naturschönheiten und überwiegend bekannt durch den Malawi See, trumpft dieser Binnenstaat mit vielen weiteren Sehenswürdigkeiten auf. Malawis Landschaft ist geprägt durch den großen afrikanischen Grabenbruch. Savannen, offene Graslandschaften, aber auch Berge, viele Flüsse und Täler lassen jährlich Safari-Touristen, Bergsteiger und Naturliebhaber dieses Land bereisen.

Wer dieses Land bereist, kann der Faszination seiner Naturschönheiten kaum widerstehen. Begehrtes Reiseziel und Paradies für Taucher und Schnorchler ist der Malawi See – auch „Flammendes Wasser“ genannt. Der Malawi See gehört zu den drittgrößten Seen Afrikas und kaum ein anderer bietet so viele unterschiedliche und farbenprächtige Fische wie dieser Süßwassersee. Mit einer Länge von fast 600 km und einer Breite von ca. 80 km bietet der Malawi See fast 600 verschiedenen Buntbarscharten Heimat und Lebensraum.  Innerhalb des Malawi See`s gibt es zahlreiche kleinere und grössere  Inseln die ebenfalls zum verweilen einladen. Die Wassertemperatur beträgt je nach Tiefe zwischen 23 und 27 Grad Celsius. Südlich dieses Sees findet man einige herrliche weiße Strände, umrahmt von grünem Schilf und Felseninseln.

Aber nicht nur Taucher kommen in Malawi auf ihre Kosten. Viele Berge innerhalb dieses Binnenstaates laden zu langen und ausgedehnten Wanderungen und Bergbesteigungen ein. Hervorzuheben ist ganz besonders der Mulanje Mountain. Inmitten großer Teeplantagen ragt dieser imposante Berg als einzige Erhebung aus der hügeligen Landschaft. Gemeinsam mit einem erfahrenen Guide führen Wandertouren – zwischen Teeplantagen und Regenwald – auf das Plateau des Mulanje Mountain. Überwältigende Ausblicke auf Malawi entschädigen die Touristen für die Strapazen der Wanderung. Wer noch länger auf diesem herrlichen Plateau verweilen will, dem bietet sich die Möglichkeit einer Übernachtung in einer kleinen Lodge – lediglich für Verpflegung sollte selbst gesorgt sein.

Darüber hinaus lohnt sich für Abenteuer und Touristen auch eine Reise zum Viphya Mountain – ein 209 km langer, ausgeprägter und hügeliger Höhenzug im Norden von Malawi. Hauptbestandteil und äußerst sehenswert ist der Größte von  Menschenhand geschaffene Viphya Forest. Eukalyptusbäume und artfremde Kiefern sind Bestandteil der künstlichen Anpflanzung. Im zentralen Hochland dient die hügelige Graslandschaft vor allem dem Anbau von Mais und Tabak. Mehrtägige Wanderungen führen vom Viphya Plateau durch den Regenwald in Richtung Lake Malawi und lassen Wanderer hautnah die Schönheiten Malawis entdecken.

Naturliebhaber und Wanderer, die auf der Suche nach Ruhe und Entspannung ihrem Alltag entfliehen möchten, sollten auf jeden Fall einen Abstecher zum Zomba Plateau einplanen. Der 47 Quadratkilometer große, nördliche Ausläufer der Shire Highlands zählt zu den ersten Waldschutzgebieten Malawis. Viele Wanderwege und Aussichtspunkte entlang an Wasserfällen, Flüssen und Stauseen lassen Touristen und Naturliebhaber auch gut die dort beheimateten Tiere wie Affen, Otter, Vögel und Schmetterlinge beobachten. Erfahrene Guides mit Fahrzeugen bieten Reisenden eine unvergessliche Tour durch dieses bezaubernde Reservat.

Vogelbeobachter finden ihr Glück im Liwonde Nationalpark. Dieser fast 600 Quadratkilometer große Park liegt am südlichen Ende des Malawi Sees – seine Lebensader ist der Shire River – mit seinen Lagunen und Nebenarmen bietet er Lebensraum für die unterschiedlichsten Wildtiere Afrikas. Der Liwonde Nationalpark zählt aufgrund seines Vogelreichtums zu den besten Vogelbeobachtungsplätzen im südlichen Afrika. Seltene Vögel wie der Schreiseeadler, der Böhmspint oder die Fischeule haben hier ihre Heimat gefunden. Aber auch Krokodile, Löwen, Wasserböcke und Elefanten lassen sich aufgrund der Flusssümpfe, dem offenem Grasland und Wäldern in diesem wunderschönen Park finden. Wildtierbeobachtung ist im Liwonde Nationalpark garantiert. Durch die ganzjährige Wasserführung des Shire Rivers verweilen Wildtiere zur Wasseraufnahme entlang des Flusses und können daher von Safari-Touristen aus nächster Nähe gut beobachtet werden.  Übernachtungsmöglichkeiten innerhalb des Liwonde Nationalparks finden Reisende in der Myuu Wilderness Lodge oder im Myuu Camp.

Wer die absolute Wildheit und Einsamkeit Afrikas sucht, sollte unbedingt einen Trip in das Majete Wildlife Reserve machen. Hier finden wenige Touristen und Abenteurer Wildnis pur. Das Majete Wildreservat – gelegen im Süden von Malawi – ist ein weitestgehend touristisch unentdecktes Schutzgebiet. Waldland, Flusstäler und Granitfelsen erstrecken sich über dieses traumhafte Wildreservat. 1992 war dieses Reservat – aufgrund von Wilderei – fast tierloses Land – und somit fast nutzlos für die Verwaltungen und Einheimischen. Im Jahre 2003 wurden unter dem Management von African Parks Network zahlreiche Tiere neu angesiedelt. Heute, im Jahr 2012 zählt dieses Reservat an die 4.000 Tiere: von Wasserböcken über Zebras bis hin zu den seltenen Spitzmaulnashörner und Elefanten. Aber nicht nur das Wunder der Tieransiedlung gibt es in diesem fast noch „geheimen“ Wildreservat zu entdecken, denn ein Höhepunkt innerhalb dieses Reservat sind auch die bekannten Kapichira Wasserfälle – sie sind Teil des Shire Flusses und gehören zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Malawi. Dunkle, jahrtausendalte Granitfelsen gehören zum typischen Erscheinungsbild der Kapichira Wasserfälle. Beste Zeit um dieses Naturwunder bestaunen zu können ist die Regenzeit. In dieser Zeit führt der Fluss sehr viel Wasser – aber auch während der Trockenperiode lohnt sich ein Besuch dieser wilden Naturschönheit.

Die meisten Safaritouristen freuen sich auf die Begegnung mit Elefanten – er verkörpert für viele Besucher und Urlauber das typische Afrika. Um Elefanten in Malawi beobachten zu können, eignet sich der Kasungu Nationalpark. Hier findet sich die größte Elefantenpopulation Malawis. Der Kasungu Nationalpark zählt zu dem zweitgrößten Park Malawis. Die besten Wildtierbeobachtungspunkte im Kasungu Nationalpark liegen an den vielen Flüssen, die sich durch diesen Park durchziehen. Neben Elefanten lassen sich viele Antilopen, Büffel und Zebras dort gut während der Morgen- oder Abendstunden beobachten.

Touristen, die auf der Suche nach dem dramatischen, wilden und weiten Afrika – wie wir es oft aus Filmen kennen – sind, sollten unbedingt das kühle Nyika Plateau im Norden Malawis bereisen. Hierfür sollten Urlauber auf jeden Fall ein 4 x 4 Allradfahrzeug buchen, da dieser Park nur über ungeteerte Straßen oder per Kleinflugzeug zu erreichen ist. Mit einer Größe von 3.200 Quadratkilometern bietet dieser Park atemberaubende Landschaft: weite, offene Ebenen lassen bei gutem Wetter in einer Höhe von 2.300 m den Blick in weite Ferne schweifen. Über den Malawi See hinweg kann man bis Tansania und Mosambik die Größe und Weite dieses wunderschönen Landes bestaunen. Aber auch seltene Tierarten, wie die Pferdantilope, Ried- und Buschböcke, Leoparden und Hyänen fühlen sich in dieser Gegend beheimatet. Landschaftlich ist das Nyika Plateau durchaus mit den schottischen Highlands zu vergleichen – weite, sanfte Hügel, Graslandschaften aber auch Baumgruppen in den Tälern, zig verschiedenen Wildblumen, wie etwa 200 Arten von Orchideen lassen Touristen staunen. Oft ist dieses Plateau in Wolken und Nebel gehüllt, dennoch sollten Reisende unbedingt einen Rundflug über den Nyika Nationalpark buchen – um die gesamte Schönheit dieses Ortes zu erleben.

Aber nicht nur landschaftlich und durch die vielen Nationalparks hat Malawi etwas zu bieten – auch Städte, allen voran die Hauptstadt Lilongwe sollten bei einer Tour durch Malawi besucht werden. Lilongwe hat rund 674.500 Einwohner und beeindruckt durch große Grundstücke mit parkähnlichen Boulevards. Lilongwe unterteilt sich in eine Alt- sowie Neustadt und wurde im Jahr 1947 als Handelszentrum gegründet. Reges Treiben herrscht auf dem Markt in Lilongwe und in der Altstadt finden Touristen viele kleine indische Läden, die zum Verweilen und Shoppen einladen. Wer dennoch in dieser Stadt unbedingt afrikanische Wildtiere sehen möchte, der besucht den Tierpark der die Altstadt mit der Neustadt verbindet. Interessant und vergnüglich sind darüber hinaus auch die Tabakauktionen die in Lilongwe täglich statt finden.

Wer es dennoch gemütlicher angehen möchte, der besucht die Stadt Kasungu – gelegen im gleichnamigen Distrikt. Mit einer Einwohnerzahl von knapp 50.000 geht es dort etwas ruhiger und beschaulicher zu als in der Hauptstadt Lilongwe. Eine ca. 1200 Meter asphaltiere Landebahn für Flugzeuge, einen Wochenmarkt, ein Hotel und ein Krankenhaus befinden sich in dieser – überwiegend von Armut – geprägten Stadt. Dort befindet sich übrigens auch die einzige Blindenschule Malawis.

Die Stadt Blantyre – benannt nach der schottischen Stadt Blantyre, in welcher der Afrikaforscher und Missionar David Livingstone geboren wurde, zählt mit ihren rund 800.000 tausend Einwohnern zu den größten Städten Malawis. Auf einer Höhe von 1.039 Metern im Shire Hochland gelegen ist Blantyre das wirtschaftliche Zentrum Malawis. Viele heimische und internationale Unternehmen haben sich in dieser Stadt – mit guter Infrastruktur niedergelassen. Blantyre ist die Haupstadt der Südregion Malawis und ist für Reisende auf jeden Fall einen Besuch wert.

Das Klima Malawis wird durch wechselfeuchte Tropen bestimmt. Allgemein ist es im Hochland Malawis kühler und feuchter, als in den tiefer gelegenen Gebieten deren Temperaturen eher von heißer und schwüler Luft geprägt sind. Rund um das Gebiet des Malawi Sees gibt es verhältnismäßig wenig Niederschläge,  die Wassertemperatur vom Malawisee beträgt zwischen 24 und 28° Celsius.
Die beste Reisezeit für Malawi liegt in den Monaten Mai und Juni. In diesen Monaten wirkt Malawi aufgrund der vorangegangenen Regenzeit grüner und saftiger und auch Wildtiere lassen sich in dieser Zeit bestens beobachten.

Für detaillierte Informationen schauen Sie bitte in unsere Klimatabelle für Malawi: Lilongwe

Afrikascout - KLimatabelle_Lilongwe